Kein neues Atomkraftwerk in den Niederlanden! Sammeleinspruch im Internet verfügbar

09.10.09
UmweltUmwelt, Internationales, TopNews 

 

Asse verdeutlicht das Atommülldesaster

(Bonn, 9.10.2009) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. mit Sitz in Bonn erhebt gegen den geplanten Bau eines neuen Atomkraftwerks in den Niederlanden schwere Bedenken. Am Standort des alten AKW Borssele will der Energiekonzern Delta jetzt das AKW Borssele 2 errichten. Derzeit erfolgt die Umweltverträglichkeitsprüfung, in deren Rahmen Einsprüche beim Umweltministerium in Den Haag eingereicht werden können. Der BBU befürchtet u. a. mögliche Unfälle und betont besonders die unlösbare Atommüllproblematik. In diesem Zusammenhang verweist der BBU auch auf die Endlagerprobleme in der Bundesrepublik bei den Projekten Asse und Gorleben. In den Niederlanden gibt es bisher kein Endlager für Atommüll. Die Atommüll-Lagerung in Salzstöcken stieß immer wieder auf den Widerstand der Bevölkerung.

Das AKW Borssele ist in den Niederlanden das einzige AKW das noch in Betrieb ist. Der BBU, der grundsätzlich die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen fordert, lehnt den Bau des AKW Borssele 2 ab und fordert auch die Stilllegung des alten AKW in Borssele. Udo Buchholz vom BBU-Vorstand betont: „Der jüngste Deckeneinsturz beim Atommülllager Asse verdeutlicht das Atommülldesaster. Es darf kein weiterer Atommüll produziert werden, weder in den Niederlanden, nicht in der Bundesrepublik und auch nicht anderswo.“

Ein Sammeleinspruch des BBU gegen Borssele 2 kann telefonisch unter 0228-214032 in der BBU-Geschäftsstelle angefordert werden, und ist auch im Internet zu finden: http://www.bbu-online.de (Rubrik Genehmigungsverfahren). Persönliche Einsprüche können auch noch bis zum 16. Oktober per E-Mail an das niederländische Umweltministerium geschickt werden: Postbus.nieuwekerncentrale@minvrom.nl.







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