E.ON - Kohlekraftwerk Kingsnorth in Großbritannien vor dem Aus

09.10.09
UmweltUmwelt, Internationales, NRW 

 

Wie die Umweltorganisation Greenpeace heute mitteilte, verschiebt der in Düsseldorf ansässige Energiemulti den Bau eines Kohlemeilers in der britischen Grafschaft Kent - zumindest bis zum Jahr 2016. E.ON beabsichtigte dort den Bau eines 1600 Megawatt-Kraftwerks. Dem Klima bleiben erspart: ca. 8 Millionen Tonnen CO² pro Jahr. E.ON gab als Begründung an, das sich das Kraftwerk zur Zeit nicht rechne. Diese Erklärung darf getrost als endgültiger Ausstieg gewertet werden.

Das Projekt stieß in Wissenschaft und der Umweltbewegung auf erbitterten Widerstand. Nach einer Schornsteinbesteigung mussten Umweltaktivisten ein Gerichtsverfahren hinnehmen. Die Betreiber wollten sie für die Besteigung des Schornsteins inhaftieren lassen. Doch das Gericht entschied anders: es sprach die Besetzer frei. Es befand, die Aktion sei gerechtfertigt gewesen und die Aktion habe einem höheren Gut gedient!

"Der Rückzug von E.ON in Kent zeigt: die Niederlage vor kurzem in Datteln ? wir berichteten ? ist kein Zufall. Überall weht den Energiemonopolen der Wind ins Gesicht. Die Zeit der Kohlenstoffenergiewirtschaft und der Produktion fossiler Energien geht unwiderruflich dem Ende entgegen", so der energiepolitische Sprecher des Landesvorstandes DIE LINKE. NRW, Michael Aggelidis, "je eher es die Führungskräfte der Energiekonzerne einsehen, desto besser. Nur der Widerstand der Umweltbewegung und der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann unser Klima retten. Die Konzerne müssen sich dem Gemeinwohl unterordnen. Ihre Vergesellschaftung ist nötig, damit eine Energiepolitik geplant werden kann, die sich am Interesse der VerbraucherInnen, der Beschäftigten und dem Nutzen für das Klima orientiert."







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