Recht auf Wasser: Botswanas Buschleute gehen in Berufung

01.09.10
UmweltUmwelt, Internationales, News 

 

von survivalinternational

[2]Botswanas  indigene  Buschleute haben Berufung gegen ein Urteil des Obersten Gerichtshofs eingelegt, welches ihnen den Zugang zu Wasser auf ihrem angestammten Land verweigert.

1. www.survivalinternational.de/nachrichten/6425
2. www.survivalinternational.de/indigene/buschleute

Im Juli hatte Richter Walia die [3]Klage der Buschleute abgelehnt, einen Brunnen auf ihrem Land innerhalb des Central Kalahari Game Reserve nutzen zu dürfen. Der Richter äußerte damals Verständnis für die Position der
botswanischen Regierung, dass die Buschleute „infolge der Wahl eines sehr entlegenen Siedlungsgebiets“ für jede hiermit verbundene Unannehmlichkeit selbst verantwortlich seien.

3. www.survivalinternational.de/nachrichten/6258

Das Urteil erging eine Woche bevor die Vereinten Nationen das Recht auf Wasser zu einem grundlegenden Menschenrecht erklärten. Scharfe Kritik äußerte auch die African Commission on Human and Peoples’ Rights, Afrikas
wichtigste Menschenrechts-Institution. Den Buschleuten werde das „Recht zu leben“ vorenthalten, welches in der Afrikanischen Menschenrechtscharta verankert sei.

Im Jahr 2002 vertrieb Botswanas Regierung die Buschleute von ihrem Land. Der Oberste Gerichtshof  erklärte die Vertreibung für [4]illegal  und verfassungswidrig. Trotz der Gerichtsentscheidung verhindert die Regierung jedoch weiterhin eine Rückkehr der Indigenen in ihre Heimat, indem sie ihnen den Zugang zu einem Brunnen untersagt, auf deren Wasser sie angewiesen sind.
Ohne diesen sind sie zu beschwerlichen Reisen gezwungen, um Wasser von außerhalb des Reservats zu holen.

4. www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/prozess#main

Die Buschleute haben Rechtsmittel eingelegt, um [5]Zugang zu dem Brunnen zu erhalten, welchen die Regierung während der Vertreibungen im Jahr 2002 versiegelt und verschlossen hatte. Obwohl die Buschleute erklärt haben, den Betrieb der Quelle selbst zu finanzieren, behauptet die Regierung, hierfür sei eine Genehmigung erforderlich. Diese wird aber verweigert.

5. www.survivalinternational.de/indigene/buschleute/water#main

Zugleich  hat  die  Regierung  neue  Wasserlöcher für Wildtiere in dem Schutzgebiet angelegt und ein [6] Luxus-Camp inklusive Pool für Touristen auf dem  Land der Buschleute genehmigt. Außerdem soll der [7]Betrieb einer
Diamantenmine grünes Licht erhalten, die in der Nähe einer Siedlung der Buschleute gelegen ist.

6. www.survivalinternational.de/about/wilderness-safaris

7. www.survivalinternational.de/nachrichten/6209

Botswanas Präsident Ian Khama, Vorstandmitglied der Umweltschutzorganisation Conservation International, hat die Lebensweise der Buschleute als eine [8]„archaische Fantasie“ bezeichnet.

8. www.survivalinternational.de/nachrichten/4032


Jumanda Gakelebone, Sprecher der Buschleute, erklärte:

„Wie alle Menschen können  wir nicht ohne Wasser leben. Unter dem Auge der Öffentlichkeit fordern wir Buschleute unser grundlegendes Menschenrecht.“






Survival Deutschland
Haus der Demokratie und Menschenrechte

http://www.iwant2gohome.org

The Kalahari Bushmen - Botswana
www.youtube.com/watch?v=ztzDHDiOSUY&feature=related

 

 


VON: SURVIVALINTERNATIONAL






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