Ulmer Ärzteinitiative: Seit 40 Iahren: Tausende weniger Mädchengeburten im Umkreis von 35 km der Atomkraftwerke

24.11.10
UmweltUmwelt, Soziales, Baden-Württemberg, TopNews 

 

von Reinhold Thiel

Seit 40 Jahren: Tausende weniger Mädchengeburten im Umkreis von 35 km der Atomkraftwerke. Wissenschaftlich hochsignifikanter Nachweis in einer epidemiologische Studie jetzt erbracht.  In der Umgebung von Atomkraftwerken sind in Deutschland und in der Schweiz in den letzten 40 Jahren mindestens 15.000 Mädchen weniger auf die Welt gekommen, als zu erwarten gewesen wäre.
Pressemeldung der IPPNW vom 23.11.10
www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/8225aee2a2/weniger-maedchen-in-der-umgebung-von.html


Ähnlich alamierende Ergebnisse fanden sich schon in der großen Fall-Kontroll-Studie "Kinderkrebs in der Umgebung vom Kernkraftwerken (KiKK-Studie)" aus dem Jahr 2007, die nachgewiesen hatte: "Je näher ein Kleinkind an einem bundesdeutschen Atomkraftwerk wohnt, desto größer ist das Risiko des Kindes, an Krebs und Leukämie zu erkranken."
www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Atomenergie/bfs_KiKK-Studie.pdf

Beiden Studien liegen ähnliche Betrachtungen zur möglichen Ursache zu Grunde:**Alle Indizien weisen darauf hin, dass für beide Effekte Radioaktivität in Frage kommmt, die in Form von Radionukliden ständig von den Atomkraftwerken abgegeben und von deren Abluftkaminen in die Umgebung verteilt werden.

Der Info-Film der IPPNW " Kinderkrebs um Atomkraftwerke"zeigt einfach und verständlich Zusammenhänge und fatale Effekte auf, die von radioaktiven Isotope im Körper eines Embryos ausgelöst werden können. www.youtube.com/user/IPPNWgermany

Interessantes Detail bei der Studie über die fehlenden Mädchengeburten: Der Haupteefekt ist ringförmig im Umkreis von 35 Kilometern um alle Atomkraftwerke zu beobachten. Das weist auf eine Abgabe von Noxen über die Luft und über Schwebstoffe hin, die mit hoher Wahrscheinlichkeit aus den Abluftkaminen der Atomkraftwerke stammen (woher sonst?).

Natürlich geschieht die Abgabe der radioaktiven Isotope aus Atomkraftwerken "heutzutage" immer im Rahmen der "heutzutage" erlaubten Strahlenschutz-Grenzwerte: Die Frage ist nur: "Stimmen die Regelwerke für diese Grenzwerte wirklich (noch) - "heutzutage")?

Die IPPNW fordert die Bundesregierung auf, den Strahlenschutz zu verbessern. Der Strahlenempfindlichkeit von Embryonen und Kleinkindern sollte adäquat Rechnung getragen werden. Wir brauchen dafür als Strahlenschutzstandart einen "Reference Embryo", der den bisherigen "Referencen Man" ablöst. Weil die Bundesregierung der IPPNW darauf schon seit 2009 keine Antwort gibt (geben kann?), kann die Petition der IPPNW (bisher über 4500 Unterstützer) immer noch von jedermann und jederfrau online unterstützt werden bei: www.ippnw.de/aktiv-werden/kampagnen/petition-fuer-einen-besseren-strahlenschutz.html

Reinhold Thiel
Sprecher der Ulmer Ärzteinitiative und Mitglied des Vorstandes der IPPNW Internationale Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.


VON: REINHOLD THIEL






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