Atompolitik in NRW

09.05.12
UmweltUmwelt, NRW, Bewegungen, TopNews 

 

von BBU

Robin Wood-Aktionstour im Vorfeld der Landtagswahl


Wie stehen die Parteien in Nordrhein-Westfalen zum Weiterbetrieb der Atomanlagen im bevölkerungsreichsten Bundesland? Zur Klärung dieser Frage hatten der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen stellvertretend für rund 30 Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände Wahlprüfsteine an nordrhein-westfälische SpitzenkandidatInnen geschickt.

Konkret wurden Dr. Norbert Röttgen (CDU), Hannelore Kraft (SPD), Sylvia Löhrmann (Grüne), Christian Lindner (FDP), Katharina Schwabedissen (Linke) und Dr. Joachim Paul (Piraten) um Stellungnahmen gebeten.

Die zwischenzeitlich vorliegenden Antworten können im Internet unter http://www.kein-castor-nach-ahaus.de (Wahlprüfsteine) nachgelesen werden. Außer der CDU haben alle angeschriebenen Parteien geantwortet.

Für den BBU steht fest, dass vom Atomausstieg in NRW keine Rede sein kann, weder an den münsterländischen Atomstandorten Gronau und Ahaus noch an den Atomstandorten Duisburg, Krefeld und Jülich. NRW ist nach wie vor ein Zentrum der Atomindustrie. Doch die Atomenergie ist eine veraltete, höchst gefährliche und unverantwortliche Technologie. Es werden Unmengen an hochbrisantem Atommüll erzeugt, der für Zehntausende von Jahren sicher gelagert werden muss.

Urananreicherung, Atommüllkonditionierung und Zwischenlagerung zwischen Rhein und Weser verschärfen und verschleiern die Atommüllproblematik.
Zur Verschleierung der Atommüllproblematik tragen nach Auffassung des BBU auch die hochgefährlichen Uranmülltransporte bei, die häufig von der Urananreicherungsanlage in Gronau quer durch das Münsterland und das Rheinland nach Frankreich rollen.

Die Transporte werden geheim durchgeführt. Der Gronauer Atommüll wird exportiert, um das Freilager an der Uranfabrik zu leeren. Später soll wieder Uranmüll von Frankreich nach Gronau gebracht werden, der dann in einer Halle dauergelagert werden soll. Die Halle wird derzeit neben der Urananreicherungsanlage gebaut. Am Montag ist es einigen AtomkraftgegnerInnen gelungen, mit einer spektakulären Aktion in Baumwipfeln über der Transportstrecke eines Uranmüll-Sonderzuges die Brisanz dieser deutsch-französischen Transporte zu verdeutlichen.
Mehr dazu unter http://www.urantransport.de.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und der BBU fordern die sofortige Stilllegung der Gronauer Uranfabrik durch die NRW-Landesregierung, damit in Gronau nicht ständig weiterer Atommüll produziert wird.

Gegen den Betrieb der Urananreicherungsanlage in Gronau und die damit verbundenen Urantransporte richtet sich eine Aktionstour der Umweltorganisation Robin Wood, die in dieser Woche im Vorfeld der NRW-Landtagswahl durch verschiedene Städte in NRW führt.

Im Zusammenhang mit der Tour erfolgt auch eine Unterschriftensammlung gegen die Gronauer Uranfabrik. Informationen zur Aktionstour und zur Unterschriftensammlung gibt es im Internet unter
www.robinwood.de

Der BBU ruft zur Unterstützung der Robin Wood - Aktivitäten auf; Robin Wood ist eine Mitgliedsorganisation des BBU. Weitere Informationen zum örtlichen Protest gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau gibt es auf der Internetseite des AKU Gronau, der auch im BBU organisiert ist:
www.aku-gronau.de





VON: BBU






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