Totholz ermöglicht neues Leben

23.03.23
UmweltUmwelt, NRW, News 

 

Von GAL Gronau

Am internationalen „Tag des Waldes“ (21. März) hat die parteiunabhängige Grün Alternative Liste (GAL) Gronau einen Informationsabend zum Thema Waldschutz durchgeführt. Als Referentenkonnte die GAL dafür Jürgen Kruse aus Nottuln von der Waldschutzgruppe Münsterland gewinnen. Jürgen Kruse engagiert sich seit vielen Jahren für den überörtlichen Baum- Wald- und Heckenschutz.

Der 21. März ist traditionell der „Tag des Waldes“, den die FAO (Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen) bereits in den 1970er Jahren als Reaktion auf die globale Waldvernichtung ins Leben gerufen hat. Rund um den 21. März wird vielerorts mit Informationsveranstaltungen und Aktionen auf den nötigen Waldschutz hingewiesen.

Jürgen Kruse berichtete über die Situation der Wälder in verschiedenen Orten des Münsterlandes und über die Bedeutung besonders alter Bäume und Wälder für den Klima- und Artenschutz. Er erinnerte auch an die Gründung der Waldschutzgruppe Münsterland. Anlass waren Rodungen in der Metelener Heide für den Bau einer Hochspannungsleitung und die Ausräumung von Wäldern in Legden für den Export.

Bei der Veranstaltung sprach sich Jürgen Kruse gegen den ungebremsten Raubbau in den Wäldern aus. Zu viele Bäume werden gefällt und vielerorts entstehen Kahlschläge. Dabei werden die Böden von schweren Maschinen verdichtet. Durch Nachpflanzungen werden Waldstrukturen geschaffen, die keine große ökologische Bedeutung haben. Sinnvoller ist die Naturverjüngung, bei der aus herabgefallenen Samen der Bäume von alleine junge Bäume heranwachsen, die sich letztlich zu großen Bäumen entwickeln. So entstehen neue und widerstandsfähige Wälder, die mit dichten Kronen das Landschaftsbild prägen und zum Klima- und Artenschutz beitragen können.

Unterstrichen wurde bei der Veranstaltung auch die Bedeutung von Totholz, da es das Zusammenspiel von Pilzen und Mikroben fördert. Kritisiert wurde von Jürgen Kruse die intensive Feuerung mit Holz in privaten Kaminen und in Holzkraftwerken. Beides trägt zum Anstieg der Feinstaubbelastungen bei.

Bei der Veranstaltung kamen auch örtliche Themen zur Sprache: So zum Beispiel der innerstädtische Wald im Zentrum von Gronau (zwischen Enscheder Straße, Zollstraße, Pfarrer-Reukes-Straße und Enscheder Straße), die Baumfällungen in der ganzen Gronauer Innenstadt und im Rüenberger Wald. Wichtig wären für die Innenstadt großkronige Bäume, die Schatten spenden und für das innerstädtische Klima wichtig sind. Bedauert wurde bei der Veranstaltung, dass es in Gronau keine
Baumschutzsatzung gibt.

Am Ende der Veranstaltung ermunterte Jürgen Kruse zur Mitarbeit in Bürgerinitiativen, die sich für Bäume und den Waldschutz einsetzen. Ausführliche Informationen gibt es auf der Internetseite

https://www.bundesbuergerinitiative-waldschutz.de

Weitere Informationen: https://galgronau.de







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