Zum 9. Jahrestag der ersten Bundesratsentschließung für ein Wildtierverbot im Zirkus: Ilse Aigner als Clown

17.10.12
UmweltUmwelt, News 

 

PETA: Immer mehr Städte verkünden kommunales Verbot

Von PETA

Gerlingen, 17. Oktober 2012 – Am heutigen 9. Jahrestag der ersten Bundesratsentschließung für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. die zuständige Bundesministerin Ilse Aigner erneut für ihre jahrelange Blockadehaltung beim Schutz von Tieren im Zirkus. Mit einem neuen Kampagnenmotiv – Ilse Aigner als Clown – und dem Spruch „Hier hört der Spaß auf, Frau Aigner“ macht die Organisation auf die Weigerung der Bundesministerin aufmerksam, da sie die Tortur für Wildtiere in Zirkusbetrieben weiterhin wissentlich in Kauf nimmt, anstatt ein bundesweites Verbot einzuführen. Wegen Ilse Aigners Tierschutz-Verweigerung und der fortlaufenden systemimmanenten Missstände haben in diesem Jahr bereits zahlreiche Städte ein kommunales Wildtierverbot für Zirkusbetriebe erlassen, zuletzt die Städte Darmstadt, Siegen, Heppenheim und Florstadt. In den letzten drei Jahren haben bereits rund 20 Städte wie Köln, Bonn, Worms oder Speyer entsprechende Verbote beschlossen. PETA fordert die Bundesregierung auf, die Tierquälerei unverzüglich zu beenden und mit den Planungen der Auffangmöglichkeiten für die ca. 73 Elefanten und etwa 200 Tiger und Löwen zu beginnen.

„Immer mehr deutsche Städte sind frustriert über die Untätigkeit Ilse Aigners und des zuständigen Bundesministeriums, deshalb verbieten sie eigenständig Wildtiere im Zirkus auf kommunalen Flächen. Dass die Städte das Versäumnis der Bundesministerin ausbügeln müssen, ist beschämend und eine peinliche Angelegenheit für Frau Aigner“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA.

Die Bundestierärztekammer spricht sich mittlerweile ebenso für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus wie auch die Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Drei repräsentativen Umfragen von 2010 und 2011 zufolge finden rund zwei Drittel der Befragten Wildtiere im Zirkus nicht mehr zeitgemäß. 2003 und nochmals Ende November 2011 hat der Bundesrat in zwei Entschließungsanträgen ein grundsätzliches Verbot von Wildtieren im Zirkus gefordert. Die Bundesregierung hat die Entschließungen bis heute nicht umgesetzt – im Gegensatz zu 14 anderen europäischen Ländern, die bereits Einschränkungen bezüglich der im Zirkus genehmigten Tierarten erlassen haben. Zuletzt hat Griechenland 2012 ein Verbot von Tieren in Zirkusbetrieben beschlossen.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz