Regimefinanzierung statt Artenschutz?

06.11.12
UmweltUmwelt, Internationales, News 

 

von EndZOO

Pandazucht Tiergarten Schönbrunn


EndZOO fordert Stellungnahme von Zoodirektorin Schratter

Vor zwei Wochen veröffentlichte die englische Tageszeitung „The Mail on Sunday“ einen kritischen Bericht über die weltweite Zucht von Großen Pandas. Darin berichten zwei langjährige wissenschaftliche Mitarbeiter der chinesischen Zuchtstation Chengdu, dass das chinesische Regime mit dem Verleih von Pandas an ausländische Zoos Millionen unter dem Deckmantel des Artenschutzes verdient und dieser somit eine einzige „Irreführung der internationalen Öffentlichkeit“ ist.

Noch schlimmer, die Zucht von Pandas in Gefangenschaft bedrohe, so die Biologen weiter, sogar die letzten wildlebenden Panda-Bestände. Denn die Millionenzahlungen der ausländischen Zoos werden nicht in den Erhalt der immer stärker schrumpfenden Lebensräume investiert. EndZOO-Österreich verlangt von der Schönbrunner Zoodirektorin Schratter, noch vor Abschiebung von Panda-Nachwuchs FU HU nach China, nun eine Stellungnahme zu diesem englischen Bericht.

„Wir sind sicher, dass Zoodirektorin Schratter seit Jahren wusste, dass das ganze Panda-Zuchtprogramm eine einzige Farce und eine riesige Irreführung der Öffentlichkeit ist. Österreich hat das Recht, zu erfahren, wie viel Schönbrunn jährlich für FU HU´s Eltern an das chinesische Regime zahlt“, so EndZOO-Sprecher Frank Albrecht. „Der Skandal ist, dass Schönbrunn nicht nur für die Panda-Leihgabe Steuergelder verschwendet, sondern auch für viele andere Projekte, wie z.B. millionenteure und nicht artgerechte Eisbärengehege.“

Hier (LINK) geht es zum Originalartikel “Cubs bred for profit, torn from their mothers - and sent to die in the wild: The cruel truth of China's panda factoriesder” der „The Mail on Sunday“!

Eine deutsche Übersetzung des Artikels finden Sie unserer Homepage!

EndZOO ist eine internationale Tierrechts-, Tierschutz- und Artenschutzorganisation. Wir setzen uns für ein Ende aller Zoo-Gefangenschaften ein. Wir fordern zudem weitestgehend bessere Haltungsbedingungen für die Tiere in den Gefangenschaften und treten für Schutz und Erhalt ihrer natürlichen Lebensräume in Freiheit ein.


VON: ENDZOO






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