Eine Menschenkette umstellt den Bohrplatz in Saal

15.06.14
UmweltUmwelt, Bewegungen, Mecklenburg-Vorpommern, Wirtschaft, TopNews 

 

von Bürgerinnen Initiative

Am Montag, den 16. Juni 2014, wird in Saal das erste Mal in Deutschland seit dem Som- mer 2011 wieder gefrackt.

Wir werden ein weiteres starkes Zeichen setzen gegen Fracking und laxes Monitoring bei der Testförderung durch die Firma 'Central European Petroleum'.

Die Tätigkeiten auf dem Bohrplatz der Testför- derung in Saal weisen darauf hin, dass es am kommenden Montag, den 16. Juni 2014, zur ersten Anwendung von Fracking in Deutschland seit Sommer 2011 kommen soll. Mit einer Menschenkette werden wir an diesem Tag ab 15 Uhr den Bohrplatz umstellen. Vor Ort werden wir auch weitere Boden- und Wasserproben nehmen.

Wir verurteilen die Ignoranz gegenüber Umweltrisiken in der Nähe des National- parks Vorpommersche Boddenlandschaft. Wir fordern hohe Sozial- und Umwelt- standards für die Erdöl- und Erdgasförderung weltweit, genauso wie eine ernst- hafte Energiewende hin zu den erneuerbaren Energien.

Im Vorfeld der Vorbereitungen des Einsatzes von Fracking haben wir auf die unzureich- ende Transparenz den AnwohnerInnen gegenüber hingewiesen. So verweigert die Be- treiberfirma bis heute die Ausgabe von Sicherheitsdatenblättern der verwendeten Stoffe. Außerdem tritt der Geschäftsführer von Versprechen einer freiwilligen Umwelt- verträglichkeitsprüfung im Bezug auf die Förderung zurück.

Statt einer Förderung mit laxem Monitoring und intransparenten Zuständig- keiten, fordern wir:

  1. Eine sofortige Einbeziehung und Umsetzung des Umweltberichts zum regiona- len Raumentwicklungsprogramm Vorpommern in die Genehmigungsverfahren.

  2. Eine sofortige Einbeziehung der unteren Naturschutzbehörde, sowie der Naturschutzabteilung des LUNG in Güstrow.

  3. Eine Auflistung und detaillierte Kennzeichnung von Ausschlussgebieten für die Ölförderung auf Grundlage des Raumentwicklungsprogramms Vorpommern, den Natura2000-Richtlinien, der FFH-Verträglichkeitsprüfung durch die untere Natur- schutzbehörde.

  4. Eine Neubewertung der Vereinbarkeit einer Ölförderung im Erlaubnisfeld „Grimmen“ mit den öffentlichen Interessen resultierend aus dem Umweltbericht zum Raum- entwicklungsprogramm Vorpommern und den darin festgelegten Vorrang- bzw. Vorbehaltsgebieten.

Wir verweisen auf weiterführende Informationen auf der Webplattform:
www.gegen-gasbohren.de
oder auf Nachfragen per Email an:
BIErdoelBarth@gmail.com


VON: BÜRGERINNEN INITIATIVE






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