Uns ist der Wald nicht wurst – Tierproduktion drastisch reduzieren!

03.07.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, Niedersachsen, TopNews 

 

ROBIN WOOD-Floßtour von Hannover nach Bremen startet am 27. Juli

Von Robin Wood

Bald heißt es wieder: Leinen los! ROBIN WOOD-Aktivist*innen werden eine dreiwöchige Aktionstour mit einem Holzfloß starten. Ihr Motto: „Uns ist der Wald nicht wurst – Tierproduktion drastisch reduzieren!“ Die Tour beginnt am 27. Juli in Hannover und führt entlang der Hochburgen der Tierproduktion über Mittellandkanal und Weser bis nach Bremen. Ziel der Tour ist es, Menschen entlang der Strecke die ökologischen Folgen der Tierproduktion bewusst zu machen, damit sie weniger Tierprodukte konsumieren und gegen die Fleischindustrie aktiv werden.

Hierzulande wird immer mehr Fleisch produziert – zwei Millionen Tonnen waren es allein im ersten Quartal 2018. Die Tierproduktion verursacht enormes Leid für Mensch und Tier, und sie schädigt die Wälder. Denn die Tiere werden mit Soja gefüttert, für das in Südamerika großflächig Tropenwald zerstört wird.

Was die Tiere fressen, müssen sie auch wieder ausscheiden.

Stickstoffemissionen aus der Tierproduktion sind die entscheidende Ursache dafür, dass zwei Drittel der Wälder in Deutschland inzwischen geschädigt sind und mit ihnen eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten, die den Wald als Lebensraum brauchen. Die auf den Feldern verteilte Gülle belastet zudem Seen und Flüsse sowie das Grund- und Trinkwasser.

„Viele beißen in Wurst und Schnitzel und ahnen nicht, welche Waldschäden die massenhafte Produktion von Schweinen, Hühnern und Rindern bei uns und in den Tropen verursacht. Wir wollen über diese Zusammenhänge informieren und zeigen, dass eine Ernährung ohne Fleisch kein Verzicht, sondern ein Gewinn für alle sein kann“, sagt Lena von der Floß-Crew.

Mit der Tour mobilisiert ROBIN WOOD zudem zu Protesten gegen die weltweit größte Messe für Tierproduktion „EuroTier“, die vom 13. bis 16. November 2018 in Hannover stattfindet.

Das Floß ROBINA WALD ist aus Holzstämmen gebaut und neun mal zweieinhalb Meter groß. Ausgestattet ist es mit einer Solaranlage und weithin sichtbaren Bannern. Gekocht und geschlafen wird an Bord und in Zelten an Land.

Wer die Tour unterstützen möchte, findet weitere Informationen unter:

www.flosstour.de. Dort wird auch das Logbuch erscheinen, in dem die Crew über Erlebnisse während der Tour schreibt.

 







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