Ermittlung von PETA USA in Peru zeigt blutige, vor Schmerzen und Angst schreiende Alpakas


Die Schur hinterließ bei den Alpakas teils tiefe, blutige Wunden. / © PETA USA


31.05.20
UmweltUmwelt, Internationales, Bewegungen, TopNews 

 

Von PETA

Eine heute von PETA USA veröffentlichte Undercover-Enthüllung auf Mallkini, der weltgrößten peruanischen Alpakafarm in Privatbesitz, deckt grausame Tierquälerei auf. Das Bildmaterial zeigt, wie Arbeiter schreiende, verzweifelt zappelnde Alpakas an den Ohren festhalten, während sie die Haare der Tiere grob mit elektrischen Schurmaschinen entfernen. Einige Alpakas übergaben sich vor Angst. In dem Video ist zu sehen, wie Arbeiter die Tiere auf Tische schmettern und sie in mittelalterlich anmutenden Vorrichtungen fixieren – dabei zerren sie so stark an ihnen, dass sie fast ihre Beine auskugeln. Einige der Tiere waren dabei schwanger. Die Scherer stehen unter Zeitdruck und gehen daher besonders grob mit den Alpakas um: Die Schur hinterließ teils tiefe, blutige Schnittwunden, die ohne jegliche Schmerzbehandlung einfach zugenäht wurden.

In Reaktion darauf wird Esprit Alpakawolle nun auslaufen lassen. Gap Inc. – unter anderem Eigentümer von Banana Republic und Athleta – sowie die H&M Group und ihre acht Marken haben als ersten Schritt ihre Beziehungen zu Mallkinis Mutterkonzern, der Michell Group, abgebrochen. Sie ist der führende Exporteur von Alpaka-Kammzügen und -garnen. PETA fordert die peruanischen Behörden nun auf, wegen möglicher Verstöße gegen die Tierschutzgesetze des Landes gegen Mallkini zu ermitteln.

„PETA USAs Enthüllung hat die grausame Wahrheit hinter der gewaltsamen Schur von Alpakas ans Tageslicht gebracht: blutende, schreiende Tiere“, so Tracy Reiman, Executive Vice President bei PETA USA. „Wir appellieren an den Einzelhandel, Alpakawolle aus dem Sortiment zu streichen, um den wehrlosen Tieren zu helfen. Konsumenten bitten wir, die auf derart tierquälerische Weise gewonnenen Produkte einfach im Regal liegen zu lassen.“

PETA weist darauf hin, dass die Herstellung von Alpakawolle nicht nur den Tieren immens schadet, sondern auch der Umwelt: Der Higg Materials Sustainability Index listet Alpakawolle an zweiter Stelle der umweltschädlichsten Materialien, direkt nach Seide. Er verweist darauf, dass Alpakawolle sechsmal so schädlich ist wie Polyester und über viermal so schädlich wie Modal, Viskose, Rayon, Lyocell, Acryl und andere vegane Materialien.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.







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