Umweltminister Gabriel will Bau neuer Kohlekraftwerke in Deutschland

15.04.08
UmweltUmwelt, Saarland, News 

 

Schlote sollen nur „umweltfreundlicher" ihren Dreck in die Atmosphäre blasen

Saarbrücken (sk) - Bundesumweltminister Siegmar Gabriel (SPD) hat sich im Verlauf seines Besuchs beim Saarländischen Rundfunk (SR) für den Bau von neun bis zehn neuen Kohlekraftwerken in Deutschland bis zum Jahr 2012 ausgesprochen. Dies meldet der Saarbrücker Sender.

Wenn keine neuen Kohlekraftwerke gebaut werden, liefen die alten eben mit hohem CO2-Ausstoß weiter. Zudem steige der Druck, die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern, folgert der Minister. Über die Entscheidung der betroffenen Bürger im saarländischen Ensdorf, gegen den Bau eines neuen Megakohlekraftwerks vor ihrer Haustür, sagte Gabriel, es ergebe keinen Sinn, energiepolitische Beschlüsse auf die kommunalpolitische Ebene zu verlagern.

Dagegen meint der energiepolitische Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE und energiepolitischer Sprecher der Saar-LINKEN, Hans-Kurt Hill, „Energiepolitik ist auch Sache der Gemeinden". Hill ist keineswegs der Auffassung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und hat der Meinung des Ministers entschieden widersprochen:

"Die LINKE steht für die Rekommunalisierung der Energieversorgung. Nur so kann die Energieversorgung dezentral, umweltfreundlich und beschäftigungsintensiv gestaltet werden." Das Kraftwerk in Ensdorf sei von den Bürgern abgelehnt worden, weil es zu groß dimensioniert gewesen sei und weil nicht geplant war, die Abfallwärme zur Beheizung von Wohnungen einzusetzen. Die einseitige Bevorzugung des Bundesumweltministers von Großkraftwerken sei im Ergebnis umweltschädlich. "Sigmar Gabriel muss seine Politik überdenken", so Hans-Kurt Hill abschließend.







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