Karlsruher KlimaKollektiv protestiert mit anderen Klimagruppen gegen Investitionen in klimaschädliche Industrien

02.06.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, Baden-Württemberg, TopNews 

 

Von Klimakollektiv Karlsruhe

Heute am Dienstag dem 02.06 organisiert das Karlsruher KlimaKollektiv zusammen mit Fridays for Future mehrere Mahnwachen in Karlsruhe. Schnell haben sich der Aktion viele andere Gruppen wie Greenpeace und Fossil Free Karlsruhe angeschlossen. Sie alle demonstrieren gegen Investitionen in fossile Industrien, denn am selben Tag wollen die Spitzen von Union und SPD im Koalitionsausschuss über ein Konjunkturpaket beraten.

"Durch das jetzige Konjunkturprogramm wird auch über die Zukunft von uns und Menschen im globalen Süden entschieden. Für uns ist klar, wir wollen eine klimagerechte Welt und dabei ist nichts schädlicher als Rettungspakete für fossile Industrien wie Airlines oder gar eine Abwrackprämie für die Automobilbranche."

Bereits am 23.04 hat das KlimaKollektiv zur einer Fahrraddemo gegen diese Abwrackprämie aufgerufen. "Bei furchtbarem Regen haben wir dort 250 Menschen gezählt! Das ist ein ganz klares Zeichen für eine Mobilität für Alle und gegen den motorisierten Individualverkehr." so die Pressesprecherin Kim. Es wurde auch die besondere Rolle von Süddeutschland hervorgehoben und zusammen diskutiert, wie mit der Automobilindustrie umgegangen werden soll.

"Der entscheidende Punkt, den Grünes Wachstum mit Sicherheit nicht liefern kann, ist Klimagerechtigkeit. Damit ist gemeint, dass der Globale Süden durch den Klimawandel am meisten leidet, wobei die Klimakrise hauptsächlich durch den Globalen Norden verursacht wird. In Wissenschaft und sozialen Bewegungen wird der Irrweg des Grünen Wachstums schon lange kritisiert." so Kim vom KlimaKollektiv.

Anhänger*innen des Grünen Wachstums gehen davon aus, dass kontinuierliches Wirtschaftswachstum mit den ökologischen Grenzen des Planeten vereinbar sind. Dabei setzen sie voraus, dass technischer Fortschritt Wirtschaftswachstum in Form des Bruttosozialproduktes (BIP), von Treibhausgasemissionen entkoppeln wird. Empirische Daten unterstützen diese Theorie des Grünen Wachstums nicht.

Beim Konzept des Degrowth geht es darum, einen sozialen und gerechten Übergang zu einer Schrumpfung der Wirtschaft herbeizuführen. Dass zumindest ein temporäres "Runterfahren" der Wirtschaftsleistung möglich ist, zeigt uns die Corona-Pandemie. Doch was wir im Moment beobachten, ist nicht Degrowth, sondern ein chaotisches und ungeplantes Reduzieren der Wirtschaftsleistung auf Kosten der ohnehin schon marginalisierten Teile der Gesellschaft. Kim vom KlimaKollektiv führt weiter aus: "Im Gegensatz dazu fordern wir einen gezielten gesamtgesellschaftlichen und vor allem demokratischen Prozess. Wenn wir eine gute Zukunft für alle Menschen wollen, führt daran nichts vorbei. Wir sagen System Change not Climate Change!"

Die verschiedenen Gruppen haben an folgenden Orten Proteste angemeldet:

KlimaKollektiv und SDS Karlsruhe: Hauptbahnhof Vorplatz, 17 Uhr Fridays for Future: Marktplatz, 17 Uhr Greenpeace: Kirchplatz St. Stephan, 17 Uhr Fossil Free: Stephanienplatz, 17 Uhr







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