Keine weitere Versiegelung beim geplanten Ausbau des Spreeweges

27.11.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, Berlin, TopNews 

 

Von NaturFreunde Berlin

Auf dem Spreeweg in Berlin ist auf mehreren Abschnitten hinter dem Schlosspark Charlottenburg bis zur Einmündung in den Wiesendamm ein Ausbau bzw. Neubau geplant. Diesem Vorhaben sollen nun wertvolle Naturflächen zum Opfer fallen. Der Spreeweg wird von unterschiedlichen Gruppen besucht.

Die NaturFreunde lehnen die Verbreiterung und Asphaltierung oder andere Versiegelung bzw. Verhärtung des geplanten Spreeweges grundsätzlich ab. Die NaturFreunde halten die Position, dass der Spreeweg in seinem derzeitigen Zustand nicht mehr den Anforderungen an derzeitige und künftige Nutzungen entspricht, für falsch.

Dazu erklärt Uwe Hiksch, stellvertretender Landesvorsitzender der NaturFreunde Berlin: „Der geplante Ausbau des Spreewegs hinter dem Schlosspark Charlottenburg bis zur Einmündung in den Wiesendamm wir nach den Kriterien eines klassischen Verkehrsweges geplant. Das ist falsch. Wir erwarten, dass der Spreeweg als Ort, an dem Menschen Entspannung zu Fuß oder mit dem Fahrrad suchen in seiner Naturbelassenheit erhalten bleibt.  Gerade Fußgänger*innen und Familien mit Kindern suchen Wege und Erholung, die entschleunigen und den Kindern Sicherheit in ihrer Bewegung geben. Planungen, die zu einer Beschleunigung des Verkehrsflusses führen, sind dabei nicht sinnvoll und zielführend. Die landschaftliche Qualität des Spreeweges besteht gerade darin, dass er nicht funktional geglättet, minimiert und technisch optimiert ist. Stattdessen ist die Atmosphäre von individuellen Gärten, viel Spontanvegetation und wenig designbedürftigen Böschungs- und Uferpflanzen geprägt.“

„Als Verband für Nachhaltigkeit lehnen die NaturFreunde jedoch den Umbau der Infrastruktur einseitig unter den Gesichtspunkt von Schnelligkeit grundlegend ab“ erklärt Yannick Kiesel vom Umweltarbeitskreis der NaturFreunde Berlin. Weiter Kiesel: „Die NaturFreunde unterstützen Planungen zur durchgehenden Herstellung einer naturverträglichen Wegführung des Spreeweges durch Berlin bis nach Spandau unter den Gesichtspunkten der Erschließung eines touristischen Weges für Erholung und Entspannung. Hierfür ist eine grundsätzliche Veränderung der bisherigen Untergrundbeschaffenheit und Breite der vorhandenen Wegstücke nicht erforderlich.“

Im Rahmen des derzeitigen Spreewegdialogs haben die NaturFreunde ein umfangreiches Positionspapier vorgelegt, in dem sie Alternativen zur derzeit diskutierten Verbreiterung und Asphaltierung aufzeigen. In der Stellungnahme machen die NaturFreunde Berlin deutlich, dass ein Weg, der von Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen für ihre Erholung genutzt wird, weder geteert noch versiegelt sein muss.







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