Wann zerreißt der Regen die Trasse der CO-Pipeline?

14.12.08
UmweltUmwelt, NRW, Düsseldorf, TopNews 

 

Die Pipeline für das hochgiftige Kohlenmonoxid (CO) zwischen Dormagen und Krefeld wird in bestimmten Streckenabschnitten nach den speziellen "Regeln" des Hauses BAYER verlegt. In Erkrath wurde die Trasse zum Beispiel verändert, ohne die Stadtverwaltung zu informieren. Im Nachhinein holt sich BAYER die Genehmigung von der Bezirksregierung Düsseldorf. Diese Behörde ist zugleich Kontrollbehörde für die Umsetzung ihrer eigenen Genehmigungen.

BAYER hat nicht nur Helfer in der Genehmigungsbehörde. Unterstützung gab es jetzt auch von unbekannten Randalierern. Die hatten eine Mahnwache der Pipeline-Kritiker komplett zerstört. Alle Kreuze einschließlich der Bannerhalter waren umgelegt worden.

Im Rathaus Düsseldorf-Gerresheim stellte der DKP-Vertreter Uwe Koopmann für die nächste Sitzung am 27. Januar 2009 die Anfrage, wie sicher die Pipeline in einem Streckenabschnitt  parallel zur Autobahn A 3 zwischen den Abfahrten Mettmann und Hildener Kreuz ist: Wie wurden welche Vorgaben des Planfeststellungsverfahrens gemäß der Technischen Regel für Rohrfernleitungen (TRFL) zur Sicherung der Pipeline in Hanglage umgesetzt? Für die technische und insbesondere sicherheitstechnische Bewertung der CO-Leitung gilt als Grundlage die TRFL. CO entspricht den Stoffen im Anhang F zur TRFL.

Die CO-Pipeline der Firma BAYER überquert parallel zur Bundesautobahn A 3 den Dahlhofbach in nordsüdlicher Richtung. Von der  Autobahn zur Pipeline und von der Pipeline zum Bachbett gibt es jeweils eine Hanglage. Der Höhenunterschied zwischen Autobahn und Bachbett liegt bei etwa 40 Metern. Die Pipeline selber senkt sich von Norden bis zum Dahlhofbach durch eine Hanglage (Gefälle) und vom Dahlhofbach steigt sie wieder an  nach Süden. Bei anhaltendem Regen fließt das Wasser von der Fahrbahn der Autobahn den Damm abwärts, schwemmt den Boden auf, umströmt die Pipeline und sickert weiter zum Dahlhofbach ab.


Die DKP sieht einen Verstoß gegen die TRFL in folgenden Punkten:
- Rohrfernleitungen sind bei nicht ausreichend tragfähigem Boden gegen Versinken, bei stark wasserhaltigem Boden ggf. gegen Auftrieb zu sichern.
- An Berghängen ist das Rutschen der Leitung durch geeignete Maßnahmen, die im Einzelfall festzulegen sind, zu unterbinden. Ebenso ist in Gefällstrecken die Drainwirkung des Rohrgrabens zu unterbinden.
- Die Arbeiten in den genannten Hangbereichen und bei der Überquerung des Dahlhofbaches haben bis zu einem Abschluss wesentlich länger gedauert als in "normalen" Streckenabschnitten.
Gerry Kuss







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