Klimaschutz und Schiffsverkehr: Landstrom muss in Deutschland zur Pflicht werden - Schiffsverkehr braucht Klimaschutz-Vorgaben

10.10.19
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Politik, News 

 

Zur Förderung des Bundes von Landstrom und Senkung der EEG-Umlage für Landstrom für die Schifffahrt durch das Klimaschutzgesetz können Sie den Klima- und Energiepolitiker der Linken im Bundestag und Sprecher seiner Partei in Schleswig-Holstein, Lorenz Gösta Beutin zitieren:

"Die Klimaschädlichkeit des Seeverkehrs muss endlich auf die politische Agenda. 90 Prozent des internationalen Handels wird über die Weltmeere abgewickelt. Deutschland als Exportweltmeister ist mit einer der größten Handelsflotten der Welt einer der größten Klimaverschmutzer auf See. Bisher wurde die internationale Schifffahrt in der Klimapolitik sträflich vernachlässigt, sowohl im Pariser Klimaschutzabkommen als auch im neuen Klimaschutzgesetz der Bundesregierung sind Klimaschutzbeiträge der internationalen Schifffahrt explizit ausgeklammert worden. 

Die Förderung des Bundes für die Elektrifizierung der Schifffahrt an Land ist darum nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Zumal die Fördermillionen für Landstrom klimapolitisch konterkariert werden, wenn von der Politik keine verbindlichen Vorgaben für ein Ende der fossilen Antriebe gibt. Bei gleichbleibendem Wachstum der Branche wird von einem Anteil des weltweiten CO2-Ausstoßes von bis zu 15 Prozent ausgegangen. Hier muss mit Ordnungsrecht und Förderung dringend umgesteuert werden, nicht mit kleinteiligen Maßnahmen. Als erster Schritt muss es eine Verpflichtung zur Landstrom-Nutzung in allen deutschen Häfen geben. Wir können nicht auf eine EU-weite Regelung warten.

Deutschland hat eine der größten Handelsflotten der Welt, die Kreuzfahrten boomen. Darum ist es für die maritime Wirtschaft ein falscher Anreiz, wenn sie von der Ökostrom-Umlage auf Kosten der Privathaushalte entlastet werden. Es sind die Verursacher der Klimaschäden, also Schiffsbauer, Werften, Reedereien, Kreuzfahrtanbieter, die zur Verantwortung gezogen werden müssen. Es braucht endlich verbindliche CO2-Einsparziele für den Seeverkehr."

 







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