BUND-Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“ für den Blauen Kompass 2020 nominiert

04.04.20
UmweltUmwelt, News 

 

Von BUND

Das Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“, das vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ins Leben gerufen wurde, hat es unter die insgesamt 15 Nominierten für den Wettbewerb „Blauer Kompass“ des Umweltbundesamtes geschafft. Dazu erklärt Antje von Broock, BUND-Geschäftsführerin Politik und Kommunikation:

„Wir freuen uns sehr über die Nominierung zum ‚Blauen Kompass‘. Das ehrt nicht nur den BUND, sondern vor allem die unersetzbare ehren- und hauptamtliche Arbeit zum Schutz und Erhalt von Auen. Unser Projekt ‚Lebendige Auen für die Elbe‘, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird, rettet eine der letzten naturnahen Auen an der unteren Mittelelbe. Intakte Auen mit ihrer üppigen Vegetation sind nicht nur ein bedeutender Lebensraum für viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zu Hochwasser- und Klimaschutz.

Unterstützen Sie unser Projekt und den BUND, stimmen Sie bis zum 20. April im Online-Voting um den diesjährigen Publikumspreis für 'Lebendige Auen für die Elbe'“.

Hintergrund:
Alle zwei Jahre zeichnet das Umweltbundesamt (UBA) mit dem „Blauen Kompass“ Projekte aus, die sich mit der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen und mit gezielten Maßnahmen zum Klimaschutz beitragen. Bis zum 20. April können Sie den BUND unterstützen und online für unser Projekt stimmen: www.uba.de/tatenbank

Projekt „Lebendige Auen für die Elbe“:
„Lebendige Auen für die Elbe“ wird vom BUND-Auenzentrum im Rahmen des Bundesprogrammes Biologische Vielfalt umgesetzt und vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Weitere Fördermittelgeber sind die Umweltstiftung Michael Otto, die Allianz Umweltstiftung, die Stiftung Umwelt, Natur- und Klimaschutz des Landes Sachsen-Anhalt sowie Lotto-Toto Sachsen-Anhalt. 

Naturnahe Auwälder speichern große Mengen des klimaschädlichen Kohlendioxids und halten Wasser lange in der Landschaft. Dadurch reduzieren sie zum einen die Hochwassergefahr und verhindern zum anderen in niederschlagsarmen Jahren das Austrocknen ganzer Landstriche. Böden und Pflanzen reinigen das Flusswasser, indem sie Schad- und überschüssige Nährstoffe binden. Damit sichern sie unsere Trinkwasserversorgung und schützen die Meere vor einer noch stärkeren Belastung durch Nähr- und Schadstoffe. 

Im Januar 2020 hat das BUND-Auenzentrum einen wertvollen Auwald im UNESCO Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, die Hohe Garbe, durch die Öffnung des alten Deiches wieder an die natürliche Dynamik der Elbe angeschlossen – und schon jetzt strömt der Fluss wieder in alten Rinnen ungehindert in den Auwald. Unken, Frösche und Fische laichen in Bereichen, die zuvor lange trocken lagen; Schwarzstorch, Kiebitz und Seeadler finden dort ausreichend Nahrung. Die Aue kann also wieder auf vielfältige Weise zum Arten-, Klima- und Hochwasserschutz beitragen. 

Mehr zum BUND-Auenprojekt: www.bund.net/elbauen 







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz