Teilgenehmigung zum Bau des Trianel-Kohlekraftwerkes liegt im Lünener Rathaus zur Einsicht aus

19.05.08
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

Gronauer GAL-Fraktion will örtlichen Widerstand unterstützen

(Gronau / Lünen, 19.5.08): Die Grün Alternative Liste Gronau (GAL-Fraktion im Rat der Stadt Gronau) wird sich aus aktuellem Anlaß am Dienstag (20. Mai) bei ihrer Fraktionssitzung mit dem geplanten Bau des Trianel-Kohlekraftwerkes in Lünen befassen. Die Stadt Gronau ist über die Stadtwerke Gronau an dem Trianel-Konsortium beteiligt, das ein Steinkohlekraftwerk in Lünen errichten und betreiben will. Die Gronauer GAL-Fraktion lehnt den Bau des Kohlekraftwerkes generell, und auch speziell die Gronauer Beteiligung, ab.

Vom 19. Mai bis zum 2. Juni liegt jetzt u. a. die 1. Teilgenehmigung zum Bau des Kraftwerkes mit dazugehörigen Unterlagen bei der Stadt Lünen im Technischen Rathaus für die interessierte Öffentlichkeit zur Einsichtnahme aus. Die GAL-Fraktion im Rat der Stadt Gronau kritisiert die erteilte Genehmigung und bezeichnet sie als klimapolitische Fehlentscheidung. Bei ihrer Fraktionssitzung wird die GAL beraten, wie sie den Widerstand vor Ort in Lünen unterstützen kann.

Wie die GAL-Fraktion in einer Presseerklärung mitteilt, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Lünener Bürgerinitiative Kontra Kohle Kraftwerk e.V. (BI-KKK e.V.) eine Klage-Allianz zur Verhinderung des geplanten TRIANEL-Steinkohlekraftwerks in Lünen geschmiedet. Der BUND und die Bürgerinitiative haben frühzeitig Vorbereitungen getroffen, um das umstrittene Kraftwerk juristisch zu stoppen. Da dem BUND ein weiter gehendes Klagerecht zusteht, wurde formal eine enge Kooperation zwischen dem BUND und der Bürgerinitiative zur Unterstützung einer Verbandsklage besiegelt. BUND und Bürgerinitiative rufen die Bevölkerung dazu auf, den juristischen Widerstand zu unterstützen, um das „klimaschutzpolitisch verheerende Kraftwerksprojekt mit seinen fatalen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt" zu verhindern. Die Klage-Allianz aus BUND und Bürgerinitiative blickt einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit großem Optimismus entgegen.

Würde das Kraftwerk gebaut, so die Gronauer GAL-Fraktion, würde die Atmosphäre mit erheblichen Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid zusätzlich belastet. Die Gesundheit der Menschen in Lünen und Umgebung würde außerdem durch gesundheitsschädliche Feinstäube und Schwermetalle gefährdet. Darüber hinaus halten die Umweltschützer/innen das Kraftwerk für energiepolitisch überflüssig: "Die von vielen Kraftwerksplanern behauptete angebliche Stromlücke existiert nicht," teilte der stellvertretende BUND-Bundesvorsitzende Klaus Brunsmeier in einer Pressemitteilung des BUND mit. „Diese Behauptung ist unseriöse Panikmache. Hier geht es allein um Profitinteressen." Die Sicherung der Stromversorgung ist nach BUND-Auffassung auch bei einem Festhalten am Atomausstieg und ohne neue Kohlekraftwerke möglich. Die Umweltschützer/innen setzen dabei auf den Ausbau der erneuerbaren Energien, die klimafreundliche Kraft-Wärme-Kopplung und flexible Gaskraftwerke. Udo Buchholz, Ratsmitglied der Gronauer GAL-Fraktion, betont: „Da sich die Gronauer Stadtwerke am Trianel-Kraftwerk in Lünen beteiligen, müssen wir auch in Gronau überlegen, wie der Widerstand in Lünen unterstützt werden kann."

Mehr Infos: http://www.bund-nrw.de/trianel_luenen.htm  oder http://www.kontra-kohle-kraftwerk.de/ ; Kontakt zur GAL-Fraktion im Rat der Stadt Gronau: 02562-23125







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