Uranfabrik in Gronau ist bundesweit eine der störfallanfälligsten Atomanlagen

22.01.21
UmweltUmwelt, NRW, TopNews 

 

Von GAL Gronau

Die Urananreicherungsanlage in Gronau ist bundesweit eine der störfallanfälligsten Atomanlagen. Darauf hat das Gronauer Stadtratsmitglied Udo Buchholz anlässlich des elften Jahrestages des bisher schwersten Unfalls in der bundesweit einzigartigen Uranfabrik hingewiesen. Am 21. Januar 2010 wurde ein Arbeiter in der Anlage verstrahlt. Er hatte einen vermeintlich leeren Urancontainer geöffnet, in dem sich noch radioaktives Uranhexafluorid befand. Der Vorfall brachte zahlreiche Mängel beim Katastrophenschutz an das Tageslicht. Der Betroffene musste eine Irrfahrt zu vier Krankenhäusern durchstehen.

Auf der Internetseite des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird die Zahl der bisherigen Störfälle in der Urananreicherungsanlage Gronau mit 35 beziffert. Buchholz kritisiert allerdings, dass die Übersicht des Bundesamtes von Ende 2018 datiert.

„In der Zeit von 2019 bis einschließlich 2020 war die Anlage nicht störfallfrei. Der mir bekannte letzte Vorfall hat im August 2020 stattgefunden“, erklärt Buchholz.

https://www.base.bund.de/DE/themen/kt/stoerfallmeldestelle/ereignisse/kernbrennstoff-versorgung-entsorgung/kernbrennstoff-versorgung-entsorgung.html

<https://www.base.bund.de/DE/themen/kt/stoerfallmeldestelle/ereignisse/kernbrennstoff-versorgung-entsorgung/kernbrennstoff-versorgung-entsorgung.html>

http://public.neo.webdivision24.net/gwp202042.pdf

<http://public.neo.webdivision24.net/gwp202042.pdf> (Seite 3, unten)

Die parteiunabängige Grün Alternative Liste (GAL), für die Buchholz im Rat der Stadt Gronau sitzt, fordert schon lange die Stilllegung der umstrittenen Atomfabrik im Dreiländereck von NRW, Niedersachsen und Niederlande. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau, dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, mit dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU), der Friedensorganisation IPPNW und weiteren Initiativen und Verbänden aus dem In- und Ausland wird sich die GAL weiterhin für die Stilllegung der Anlage einsetzen. So nehmen auch immer wieder Mitglieder der GAL an den monatlichen Sonntagsspaziergängen an der Gronauer Urananreicherungsanlage teil, die seit Ende 1986 immer am ersten Sonntag im Monat an der Uranfabrik stattfinden.







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