24. Februar: Strecken-Aktionstag gegen Urantransporte


Uranzug; Foto: BBU

19.02.18
UmweltUmwelt, Bewegungen, Hamburg 

 

Mahnwache von ROBIN WOOD in Hamburg-Wilhelmsburg

Von Robin Wood

Für den 24. Februar rufen Anti-Atom-Initiativen zu einem überregionalen Streckenaktionstag gegen Urantransporte auf. ROBIN WOOD-Aktive werden den Aktionstag mit einer Mahnwache in Hamburg unterstützen, die am kommenden Samstag ab 13:00 Uhr an der S-Bahn-Station Wilhelmsburg beginnt. Dort in der Nähe der Zugstrecke werden die Aktivist*innen u.a. mit Straßentheater auf die radioaktiven Transporte aufmerksam machen.

ROBIN WOOD fordert die Sperrung des Hamburger Hafens für Atomtransporte und die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen.

Durchschnittlich alle zwei Tage fährt ein Atomtransport mitten durch die Millionenstadt Hamburg. Transportiert werden Stoffe, die für die Herstellung von Brennstoff für Atomkraftwerke eingesetzt werden. Diese Transporte sind zugleich Lebensader und Achillesferse der Atomindustrie.

„Wir setzen mit unserem Protest am Beginn der Atomspirale an, damit erst gar kein Brennstoff produziert wird, der später zu Atommüll wird.

Atomausstieg bedeutet Uranabbau stoppen!“, sagt Christoph Podstawa von ROBIN WOOD.

Am Streckenaktionstag informieren die Aktivist*innen insbesondere über Uranerzkonzentrat, auch „Yellow Cake“ genannt. Uranerzkonzentrat ist der Stoff, der beim Auswaschen von uranhaltigem Gestein in den Abbaugebieten gewonnen wird. Dies geht einher mit großen Umweltzerstörungen und eklatanten Menschenrechtsverletzungen. Reiche Länder versorgen sich auf Kosten der anderen mit Energie.

Das Uranerzkonzentrat kommt auf Schiffen nach Hamburg – dem internationalen Umschlagplatz der Atomindustrie. Dabei sind teils Akteure involviert, die wie die Reederei MACS auch mit rassistischen Regimen wie Südafrika zur Zeit der Apartheid Geschäfte machten und deren Schiffe heute das Uranerzkonzentrat aus Namibia nach Hamburg bringen.

Weitere Proteste wird es am Streckenaktionstag in Hamburg-Veddel geben sowie in Kiel, Buchholz, Köln, Bonn und Trier – alle Orte liegen entlang der Transportstrecke nach Narbonne im Süden Frankreichs, wo das Uranerzkonzentrat weiter verarbeitet wird.







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