Protest gegen Atomfabrik in Lingen. Auch Mitglieder der GAL Gronau vor Ort dabei

14.12.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, Niedersachsen, News 

 

Von GAL Gronau

Am Samstag (12.12.2020) haben rund 2 Dutzend Mitglieder mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen aus dem Emsland, aus der Grafschaft Bentheim sowie aus dem Münsterland an einer Mahnwache vor der bundesweit einzigen Brennelementefabrik in Lingen (Emsland / Niedersachsen) teilgenommen.

Auch Mitglieder der Grün Alternativen Liste (GAL) Gronau beteiligten sich an der Aktion. Damit nicht weiterhin Atomkraftwerke in aller Welt mit Nuklearbrennstoff aus Lingen betrieben werden, forderten sie gemeinsam mit Nachdruck die sofortige Stilllegung der Lingener Atomfabrik.

Das Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland und der Elternverein Restrisiko Emsland hatten kurzfristig zur Teilnahme an der Mahnwache aufgerufen. Damit reagierten sie auf die Eil-Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom Dienstag (8.12.2020, Aktenzeichen 6B-2637/20). Das Gericht hat dem französischen Atomkonzern EDF-Framatome/ANF den Export von Brennelementen aus der Brennelementefabrik Lingen an die altersschwachen und störanfälligen belgischen Atomkraftwerke (AKW) Doel 1 und 2 erlaubt, obwohl in der Hauptsache noch die Klage einer Aachener Privatperson vor dem Verwaltungsgericht in Frankfurt anhängig ist. Den eigentlichen Fragen der AKW-Sicherheit und des Schutzes der Bürger*innen gegen die atomaren Gefahren wich das Kasseler Gericht aus.

Gefahren birgt auch der Betrieb der Atomfabrik in Lingen. Vor zwei Jahren, am 6.12.2018, brach in einem nuklearen Labor der Brennelementefabrik ein Feuer aus, das zu einer fast zweimonatigen Stilllegung der Atomanlage führte.

Inzwischen fordern mehr als 350 Organisationen mit der „Lingen-Resolution“ die sofortige Stilllegung der Brennelementefabrik in Lingen sowie des AKW Lingen 2. Die GAL Gronau betont, dass auch sie die Forderungen der Lingen-Resolution unterschrieben hat. „Ein schwerer Störfall in dem Atomkraftwerk in Lingen kann auch massive Auswirkungen auf die Bevölkerung in Gronau und in ganz NRW haben“, so die GAL in einer Pressemitteilung.

Die Anti-Atomkraft-Bewegung engagiert sich schon lange gemeinsam und grenzüberschreitend mit Initiativen aus dem Euregio-Gebiet gegen die Uranfabriken in Lingen (NDS), Gronau (NRW) und Almelo (NL), sowie gegen die weiteren Atomanlagen und Atomtransporte im Grenzgebiet.

Weitere Informationen:

https://atomstadt-lingen.de/aktuelles

<https://atomstadt-lingen.de/aktuelles>

 

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https://www.enschedevoorvrede.nl <https://www.enschedevoorvrede.nl>

 

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https://www.wise-uranium.org <https://www.wise-uranium.org>







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