In Klimaschutz und Zukunft investieren anstatt in den Bremer Flughafen!

15.07.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, Bremen, TopNews 

 

Von Robin Wood

ROBIN WOOD fordert den unrentablen Regionalflughafen zu schließen

ROBIN WOOD fordert, unrentable Regionalflughäfen wie den in Bremen zu schließen und klimafreundliche Mobilität statt Flugverkehr zu fördern. Da die Passagierzahlen am Bremer Flughafen rapide gesunken sind, bräuchte der Bremer Flughafen nach eigenen Angaben rund 28 Millionen Euro Steuergeld bis Juni kommenden Jahres, um nicht in die Pleite zu schlittern.

Im ersten Halbjahr 2020 sank die Zahl der Flugpassagier*innen am Bremer Flughafen auf rund 382.000. Bis Jahresende rechnet der Flughafen deshalb nur noch mit  insgesamt gut 600.000 Flugreisenden. Notwendig aber wären nach Angaben aus Branchenkreisen 2,7 Millionen Passagiere jährlich, damit der Flughafen wirtschaftlich arbeitet.

„Das Corona-Virus hat uns die fatalen Konsequenzen unseres derzeitigen Jet-Set-Lebensstils auf drastische Weise vor Augen geführt. Während wir gegen das Virus auf Impfstoffe hoffen können, hilft gegen die Klimakrise nur, den Ausstoß der verursachenden Treibhausgase schnell und drastisch zu senken“, sagt der Bremer ROBIN WOOD-Aktivist Werner Behrendt und fordert: „Anstatt wie im Fall der Lufthansa Milliarden zur Wiederankurbelung der Klimaerwärmung zu verpulvern, sollten kleinere Städte wie Bremen die Pandemie zum Anlass nehmen, ihre chronisch defizitären Flughäfen endlich stillzulegen.“

Die Corona-Krise macht einen Missstand besonders deutlich, den ROBIN WOOD auch zuvor schon kritisiert hat: Zu viele Städte betreiben eigene kleine Flughäfen, die sich gegenseitig Konkurrenz machen und oft rote Zahlen schreiben.
„Nicht nur klima- und verkehrspolitisch, auch wirtschaftlich sinnvoller wäre es, den Flugverkehr auf einige wenige zentrale Flughäfen zu beschränken und diese dann mit der Bahn besser an verschiedene Regionen sowie untereinander anzubinden“, sagt Dominique Just, ROBIN WOOD-Mobilitätsreferentin. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die Gesellschaft auch mit weniger Flugverkehr auskommt. Und die Klimakrise macht es dringend erforderlich, klimaschädliche Subventionen zu stoppen.“

Die Corona-Pandemie wird zu enormen Belastungen für den Bremer Haushalt führen. Die knappen öffentlichen Gelder werden dringend für Investitionen in zukunftsträchtige Klimaschutzmaßnahmen benötigt: für umweltfreundliche Mobilitätskonzepte und Verkehrsmittel ebenso wie für den Ausbau der Solarenergie, Energieeinsparung und die energetische Sanierung von Gebäuden. Diese Klimaschutz-Investitionen dienen dem Gemeinwohl und schaffen zudem neue zukunftssichere und sinnvolle Arbeitsplätze.

Das Corona-Virus wird die Welt noch lange in Atem halten. Da globalisierte Mobilität, insbesondere auch in Form des Flugverkehrs, zur internationalen Verbreitung des Virus beigetragen hat, liegt eine öffentlich geförderte Wiederankurbelung dieses Verkehrsträgers auch aus diesem Grund nicht im allgemeinen Interesse. Investitionen in die längst überfällige Verkehrs- und Energiewende sind dagegen ein weitaus sichererer und wirtschaftlicher Beitrag für eine bessere Zukunft!







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