Corona-Krise: Zooverband und Behörden müssen Töten im Zoo Neumünster verhindern


15.04.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, Schleswig-Holstein, TopNews 

 

Von Vier Pfoten

VIER PFOTEN macht auf alarmierende Nachrichten aus der Zoo-Welt aufmerksam: Laut seiner Direktorin Verena Kaspari plant der Tierpark Neumünster in Schleswig-Holstein wegen der Krise drastische Maßnahmen. Nach Aussagen in Medienberichten habe man bereits eine Liste erstellt, welche Zootiere als erstes geschlachtet werden sollen.

Rüdiger Jürgensen, Geschäftsführer VIER PFOTEN Deutschland: „VIER PFOTEN ist schockiert über die Aussage einer deutschen Zoodirektorin, die sagt, dass sie möglicherweise ihre gesunden Tiere töten muss. Grund seien die finanziellen Verluste aufgrund der aktuellen COVID-19-Pandemie. Für VIER PFOTEN ist es inakzeptabel, dass Zootiere, die einst als Publikumslieblinge und Cash Cows herhalten mussten, nun in Krisenzeiten geopfert werden sollen. Wenn man Tiere hat und an ihnen verdient, dann hat man die Verpflichtung, ihr Wohl auch in schlechten Zeiten zu garantieren. Jedes Zoo-Management muss nachhaltig arbeiten, was auch heißt, für Krisen zu planen. Zoodirektoren müssen eine Tierhaltung gewährleisten, die höchsten ethischen Anforderungen entspricht und die Lebensraumansprüche, komplexen Sozialstrukturen und Verhaltensmuster der Zootiere berücksichtigt. Natürlich sind auch in Krisenzeiten in erster Linie die Zoos für eine gute Versorgung ihrer Tiere verantwortlich. Kann ein Zoo dieser Verantwortung tatsächlich nicht mehr nachkommen, müssen die zuständigen Behörden vor Ort das Wohlergehen der Tiere sicherstellen. Die Tötung von gesunden Tieren ist absolut keine Option. VIER PFOTEN fordert den Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), den Dachverband der Zoos im deutschsprachigen Raum, auf, seine Mitglieder zur Vernunft zu bringen.“







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