Haltloser Angriff auf österreichisches Wildtierhaltungsverbot


02.10.09
UmweltUmwelt, Internationales, TopNews 

 

PETA warnt vor europäischem Zirkusverband

Brüssel / Gerlingen, 1. Oktober 2009 – Die European Circus Association (ECA) hat nach eigenen Angaben Klage beim österreichischen Verfassungsgericht eingereicht und angekündigt, auch die Stadt Luxemburg zu verklagen. In beiden Fällen wendet sich die ECA gegen Regelungen, die Wildtiere im Zirkus verbieten. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. warnt nun davor, dass es sich bei der ECA um einen Zusammenschluss von nur knapp 90 Wanderzirkussen handeln dürfte, von denen sich manche in der Vergangenheit immer wieder als Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit entpuppt haben. Hinter dem Zirkusverband stehe vor allem der Münchner „Zirkus Krone“, der bereits wiederholt aufgrund der tierquälerischen Haltung seiner exotischen Tiere auffällig und deren Chefin einmal sogar rechtskräftig verurteilt wurde.
„Es ist bezeichnend, dass sich gerade Zirkus Krone, der, wie behördlich festgestellt, noch nicht einmal seine ‚normalen‘ Tiere wie Pferde, Aras oder Wildschwein ordnungsgemäß gehalten hat, öffentlich gegen das Wildtierhaltungsverbot wendet“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA Deutschland e. V. Als die Behörden auf Druck der Tierrechtsorganisation 2008 beim Zirkus Krone die Einhaltung der Zirkus-Leitlinien kontrollierten, stellten sie derart gravierende Mängel in der Tierhaltung fest, dass von ständigem Rechtsbruch seitens Europas größtem Zirkus gesprochen werden könne. Die Folge: Ein ca. 100 Auflagen beinhaltender Bescheid der Münchener Genehmigungsbehörde. „Die Klagen der ECA gegen Österreich und - angekündigt - gegen Luxemburg sind völlig haltlos“, ergänzt Dr. Haferbeck. Denn die Frage der Zulässigkeit des Wildtierhaltungsverbotes in Zirkussen auf europäischer Ebene sei längst geklärt. Nicht nur in Luxemburg und Österreich, auch in 11 weiteren europäischen Ländern ist die Wildtierhaltung in Zirkussen bereits per Regularien verboten bzw. stark eingeschränkt. Der Bundesrat hat 2003 die Bundesregierung aufgefordert, ein solches Wildtierhaltungsverbot auch für Deutschland zu erlassen. Dass die Regierung seit fast sieben Jahren nicht darauf reagiert, kritisiert Dr. Haferbeck als für eine demokratische Staatsform unerträgliche Rechtsverweigerung des zuständigen Bundeslandwirtschaftsministeriums.







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