Rückzug von Monsanto reine Augenwischerei

01.06.13
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Internationales, TopNews 

 

von Piratenpartei Deutschland

Die Piratenpartei Deutschland zeigt sich erfreut darüber, dass 'Monsanto' den Kampf für gen- technisch veränderte Pflanzen in Europa auf- gibt. Dafür wird jetzt verstärkt auf Herbizid- technologie gesetzt. Damit bleibt die Gefahr bestehen, dass sich herbizidresistente Pflanzen in der Natur unkontrolliert ausbreiten.

Die gezüchteten Pflanzen und dazu passenden Herbizide sind ebenso patentrechtlich geschützt wie genetisch veränderte. Damit bleibt die Abhängigkeit der Landwirte von Konzernen wie 'Monsanto' unverändert. Die PIRATEN lehnen deshalb die Kombination von Saatgut mit Pflanzenschutzmitteln und deren Schutz durch Patente grundsätzlich ab [1].
 
»An der Praxis, patentiertes resistentes Saatgut in Kombination mit dem passenden Pflanzenschutzmittel zu vertreiben, wird sich nichts ändern. Man hat lediglich einen Weg gefunden, dieses Verfahren ohne den Stempel  der bösen Gentechnik zu vermark- ten. Für gezüchtete Pflanzen gibt es nämlich keinerlei Auflagen«,
sagt Birgitt Piepgras, Themenbeauftragte für Landwirtschaft. »Die Annahme, grüne Gentechnik sei in Europa vom Tisch, ist reine  Augenwischerei. Das Problem verstärkt sich sogar noch, denn niemand kann  jetzt nachvollziehen, wo resistente Pflanzen angebaut werden. Eine  Meldepflicht gibt es nicht.«
 
Im April 2012 wurde das Herbizid 'Clearfield®-Vantiga®' (Zulassungsnummer 007021-00) zugelassen [2]. Gleichzeitig züchtete BASF eine Rapssorte, die gegen dieses Herbizid resistent ist. Da die Resistenz angezüchtet wurde, entfallen alle Auflagen, die es für genetisch veränderte Pflanzen gibt. Peter Josef Johnen, Cropmanager Raps der Bayer 'CropScience' Deutschland GmbH hat angekündigt, bereits 2014 einen integrierten Ver- trieb von Pflanzenschutz und Saatgut innerhalb seiner Organisation umzusetzen.[3]
 
Quellen
[1] is.gd/Dx57ss
[2] is.gd/W3QWA1
[3] is.gd/8HeDga


VON: PIRATENPARTEI DEUTSCHLAND






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