Anfrage zur CO2-Verpressung an EU-Abgeordnete

01.02.14
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Internationales, Bewegungen, Politik, TopNews 

 

von BBU

Zahlreiche Bürgerinitiativen und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) haben in einem gemeinsamen Brief an die EU-Abgeordneten der Bundesrepublik Deutschland nachgefragt, wie sich die Abgeordneten kürzlich in Brüssel zur CO2-Verpressung verhalten haben. Weiterhin werden die Abgeordneten in dem Schreiben gefragt, “wie Sie sich weiterhin zur Frage einer möglichen CCS-Einführung in Europa zu verhalten gedenken”.

Abschließend schreiben die Initiativen und der BBU: „Die Mitglieder der unterzeichnenden Initiativen und eine weit darüber hinaus gehende Öffentlichkeit ist sehr interessiert, dies zu erfahren - gerade auch im Hinblick auf die anstehende EU-Wahl.“

Zum Hintergrund: Verschiedene Bürgerinitiativen und der BBU hatten Anfang Januar die Mitglieder des Europaparlaments in einem Schreiben aufgefordert, auf ihrer Sitzung am 13./14.1.2014 ein Dokument abzulehnen, mit dem die bisher gescheiterte Risikotechnologie Carbon Capture and Storage (CCS) wiederbelebt werden soll. Statt anzuerkennen, dass diese Technologie weder umweltfreundlich noch energiepolitisch sinnvoll ist, empfiehlt der Davies-Report eine finanzielle Förderung und Haftungserleichterungen. Die Bürgerinitiativen betrachten CCS hingegen als Irrweg und fordern stattdessen den konsequenten Umstieg auf regenerative Energiequellen. Mehr dazu unter www.bbu-online.de/presseerklaerungen/prmitteilungen/PR%202014/08.01.1 4.html

Das aktuelle Schreiben an die EU-Abgeordneten aus der Bundesrepublik ist unten angefügt.

Engagement unterstützen

Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.

Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, BLZ 37050198, Kontonummer: 19002666.

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Gegen CO2-Verpressung, Fracking, fossile und atomare Energiegewinnung

Für Vollversorgung durch Erneuerbare Energien in Verbindung mit Speicherung und intelligentem Netzmanagement:

Kein CO2-Endlager e.V. Schleswig-Holstein Bürgerinitiative CO2ntra Endlager Neutrebbin/Märkisch-Oderland Bürgerinitiative Kein CO2-Endlager Altmark Bürgerinitiative für Ostrhauderfehn CO2-Endlager Stoppen e.V. Beeskow Bürgerinitiative Saubere Luft e.V. Duisburg Bürgerinitiative für ein lebenswertes Korbach Bürgerinitiative für Lebensqualität und Umweltschutz - BLU (45721 Haltern am See) BI kein frack in wf (38162 Hemkenrode) BI FrackingFreies Hamburg Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land Interessengemeinschaft Gegen Gasbohren Hamminkeln/Niederrhein Bürgerinitiative gegen Gasbohren in Kleve BI Gegen Steinkohlekraftwerk Arneburg Aktionsbündnis No Fracking Mülheim (an der Ruhr) Bürgerinitiative Fahner Höhe (Thüringen) Aktionsgemeinschaft „Stoppt Fracking im Großraum Kiel – für eine postfossile Zukunft!“ BI Gesundheit und Klimaschutz Unterelbe BI Gesundheit und Klimaschutz - Unterelbe-Brunsbüttel Initiative Mahnwache Letschin Interessengemeinschaft gegen Fracking in Schleswig-Holstein Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU)

Kontaktadresse: Dr. Christfried Lenz Rittleben 8, D- 38486 Apenburg-Winterfeld 30.01.2014 lenz@kein-co2-endlager-altmark.de

An die deutschen Mitglieder des Europäischen Parlaments Betr.: Ihre Abstimmung über den CCS-Report von Chris Davies am 14.1.2014 im EU-Parlament Sehr geehrte Damen und Herren, per Mail vom 8.1.2014 an alle EU-Abgeordneten mit dem Betreff "Debatte und Abstimmung am 13./14. Januar 2014 über "Implementation Report 2013: Developing and applying carbon capture and storage technology in Europe" (2013/2079 ( INI)) hatten wir Ihnen eine umfassende Darstellung der CCS-Problematik übermittelt. Da hieraus hervorgeht, dass die CO2-Verpressung nicht als Klimaschutzmaßnahme betrachtet werden kann (dies in Übereinstimmung mit dem deutschen Gesetzgeber, der den "Klimaschutz" als Gesetzeszweck aus dem ursprünglichen Entwurf des CCS-Gesetzes entfernte), wurden Sie von zahlreichen Organisationen gebeten, den Report von Chris Davies abzulehnen. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns mitteilen würden, wie Sie am 14.01.2014 gestimmt haben, was die Gründe für Ihre Entscheidung waren und wie Sie sich weiterhin zur Frage einer möglichen CCS-Einführung in Europa zu verhalten gedenken. Falls Sie gegen den Davies-Bericht gestimmt haben, wüssten wir gerne, ob Sie die CO2-Verpressung grundsätzlich ablehnen oder sie für industrielle Emissionen zulassen würden. Die Mitglieder der unterzeichnenden Initiativen und eine weit darüber hinaus gehende Öffentlichkeit ist sehr interessiert, dies zu erfahren - gerade auch im Hinblick auf die anstehende EU-Wahl. Mit bestem Dank im Voraus für Ihre Antwort und freundlichen Grüßen, i.A. der unterzeichnenden Initiativen und Organisationen Christfried Lenz


VON: BBU






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