Lex Wolf

03.03.19
UmweltUmwelt, TopNews 

 

Von WWF

WWF: Wir brauchen politisches Engagement für die Weidetierhaltung und für den Wolf

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat in der „Bild am Sonntag“ Änderungen des Naturschutzgesetzes und eine „Lex Wolf“ in Aussicht gestellt. Hierzu erklärt Moritz Klose, Wildtierreferent beim WWF Deutschland:

„Der Vorstoß der Bundesumweltministerin darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wolf eine streng geschützte Art ist. Es geht hierbei nicht um eine grundsätzliche Bejagung, sondern um einzelne Wölfe, die trotz Herdenschutzmaßnahmen wiederholt problematisches Verhalten zeigen. Wichtig ist hierbei eine ehrliche und umfassende Einzelfallprüfung. Die immer wieder geforderten Abschüsse von Tieren - und die medial ausgetragene Diskussion darüber - blenden oftmals einen entscheidenden Punkt aus: Konsequenter und flächendeckender Herdenschutz ist aus WWF-Sicht die beste Maßnahme um Konflikten vorzubeugen. Darüber hinaus brauchen wir endlich eine substantielle Unterstützung der extensiven Weidetierhaltung in Deutschland, vom Wanderschäfer bis zum Bio-Rinderhalter. Diese Form der Landwirtschaft leistet einen entscheidenden Beitrag für unsere Kulturlandschaft und für den Erhalt biologischer Vielfalt in Deutschland. Der Wert für unsere Gesellschaft geht damit weit über die Bereitstellung von Wolle, Fleisch oder Milch hinaus. Das sollte sich auch in der Landwirtschaftspolitik widerspiegeln.“







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