Karneval und Tag des Artenschutzes (3.3.19) überschneiden sich.

03.03.19
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BBU: Auf Kunstoffkonfetti und Einwegbecher verzichten

Von BBU

Der Bundesverbnd Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) weist darauf hin, dass sich in diesem Jahr der Tag des Artenschutzes am 3. März in vielen Gemeinden und Städten mit Karnevalsumzügen überschneidet. „Bekanntlich hinterlassen
Karnevalsumzüge oft in großen Mengen Müllberge, die letztlich auch zum Artensterben beitragen. Das muss nicht so sein“, betont BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz. „Bei allen Umzügen sollten z. B. Kunststoffkonfetti und Einwegbecher tabu sein“, fordert Buchholz.

Der Internationale Tag des Artenschutzes wird bereits seit 1973 begangen. Seitdem wird jährlich anlässlich dieses Tages am oder um den 3. März auf den dringend notwendigen Schutz bedrohter Tier- und Pflanzenarten hingewiesen.

https://www.bmu.de/veranstaltung/tag-des-artenschutzes

Anlässlich des Internationalen Tages des Artenschutzes ruft auch der BBU in diesem Jahr wieder zum verstärkten Engagement für bedrohte Tier- und Pflanzenarten auf. Aus Sicht des Dachverbandes zahlreicher Bürgerinitiativen ist es wichtig, dass sich die Politik auf allen Ebenen konsequenter für den Artenschutz engagiert. So müssen endlich die Bemühungen verstärkt werden, den Flächenverbrauch zu reduzieren. Zudem appelliert der BBU mit Nachdruck an die Bevölkerung, aktiven Natur- und Artenschutz zu betreiben.

Natürliche Lebensräume werden ständig knapper

Der BBU betont, dass n*atürliche Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten ständig knapper werden. *Deutlich spürbar sind in der Folge beispielsweise der Rückgang der Insekten und damit verbunden der Rückgang der Singvögel. Da vorhandene Frei-Flächen nicht vermehrt werden können, ruft der BBU zum sparsamen Umgang mit Flächen auf. Feucht- und Streuobstwiesen, aber auch Hecken, Baumgruppen und schützenswerte Brachflächen, müssen vor der Bebauung bewahrt werden. Zur Reduzierung flächenintensiver Straßenbauprojekte fordert der BBU die Ausweitung des Bus- und Bahnverkehrs. Aus Sicht des BBU muss es gelingen, dass wieder mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagert wird.

In der Landwirtschaftspolitik kann und muss durch den Verzicht chemischer Keulen der Artenschutz nachhaltig gefördert werden. Große Hoffnungen setzt der BBU dabei auf den Bio-Landbau und auf ein zunehmend bewussteres Einkaufsverhalten der Bevölkerung.

Der BBU empfiehlt im Gartenbereich auf den Einsatz von Torf zu verzichten. Auch im Bundesgebiet werden noch immer Tier- und Pflanzenarten durch den Torfabbau in Moorgebieten bedroht. Torf sollte daher nicht mehr zum Einsatz kommen. Beim Kauf von „Blumenerde“ sollte darauf geachtet werden, dass sie auch wirklich ohne Torf hergestellt wurde. Außerdem sollte im heimischen Garten auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet werden. Das Aufhängen von Nistkästen steigert die Attraktivität auch kleiner Gärten für die heimische Tierwelt.

Regenwälder und Meere schützen

International fordert der BBU den verstärkten Schutz der Regenwälder und der Meere. Abholzungen vonRegenwäldern sowie die Vergiftung der Meere müssen gestoppt werden.

Angesichts der vielfältigen Aufgaben im Bereich des Artenschutzes ruft der BBU die Bevölkerung zur Mitarbeit in Bürgerinitiativen auf. Der BBU unterstützt auch gerne die Gründung neuer Umweltschutz-Bürgerinitiativen. Der BBU betont, dass es Spaß macht und sinnvoll ist, wenn man sich mit Gleichgesinnten für bedrohte Arten einsetzt. Eine Bürgerinitiative ist schnell gegründet und jede
Initiative, die im BBU mitwirkt, verstärkt das bundesweite Umweltschutz-Engagement. Informationen zur Gründung einer Umweltschutz-Bürgerinitiative erteilt der BBU gerne unter  BBU-Bonn@t-online.de sowie unter 0228-214032.







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