LINKE Saar fordert erneut Jagdverbot nach dem Vorbild von Berlin und Nachbarländern – Faunafonds sinnvoll


22.02.08
UmweltUmwelt, Saarland, News 

 

Saarbrücken (sk) - Anlässlich der heute im Umweltausschuss des Landtages diskutierten Abschüsse von Höckerschwänen an der Mosel bei Perl/Nennig fordert die Abgeordnete der LINKEN im saarländischen Landtag, Barbara Spaniol, erneut ein generelles Jagdverbot für Schwäne – wie in Berlin und bei den Nachbarn in der Schweiz und den Niederlanden.

„Was im Lande Berlin möglich ist, muss auch im Saarland möglich werden. Berlin hat genau vor einem Jahr die Verordnung über jagdbare Tierarten und Jagdzeiten zugunsten eines Jagdverbots für Schwäne, weitere Vogelarten und Wildtiere wie Feldhasen geändert. Diese Entscheidung ist aus Tierschutzgründen und im Sinne des Natur- und Artenschutzes der CDU-Regierung im Saarland nur wärmstens zur Nachahmung zu empfehlen."

Die repräsentativen Umfragen der letzten Jahre zeigen übereinstimmend: Mehr als zwei Drittel der Deutschen stehen der Jagd äußerst kritisch gegenüber oder lehnen sie völlig ab. Barbara Spaniol sagte dazu: „Es wird höchste Zeit, dass die Gesetzgebung auch im Saarland endlich dem aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisstand einerseits und dem Willen der Bevölkerungsmehrheit andererseits angepasst wird. Wir fordern deshalb als LINKE.Saar eine neue Debatte über die Jagd im Saarland und ihre grausamen Auswirkungen. Das Verbot des Abschusses von Schwänen, Hunden und Katzen ist längst überfällig – genauso wie ein Verbot der Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Tieren."

Neben einem Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände sowie einer Verschärfung des Tierschutzgesetzes plädiert die Politikerin der LINKEN.Saar darüber hinaus für die Einrichtung eines Faunafonds zur Regulierung von Schadensersatzforderungen seitens der Landwirte.







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