Blockade der A5 als Reaktion auf die Rodungen im Herrenwald

01.10.20
UmweltUmwelt, Bewegungen, Hessen, TopNews 

 

Von Alle Wälder bleiben

Alsfeld. Heute blockieren wir, eine autonome Gruppe von Aktivist*innen, die A5 aus Solidarität mit den für den Ausbau der A49 bedrohten Wälder. Der Dannenröder Wald, der Herrenwald und der Maulbacher Wald sind gefährdet, weil durch sie eine veraltete und überflüssige Autobahn gebaut werden soll. Besetzer*innen im Danni, im Herrenwald und im Maulbacher Wald schützen durch den Bau von Strukturen und den Einsatz ihres Körpers die Wälder. Es ist wichtig, die Besetzungen in ihren Bemühungen zu unterstützen sowohl die Wälder zu erhalten als auch einen Raum mit weniger Hierarchien und frei von staatlicher Unterdrückung zu schaffen. Heute beginnt die Rodungssaison und die Polizei tritt als Handlanger des Kapitals auf, dass den Bau der A49 vorantreibt, indem sie die Besetzungen mit den dazugehörigen Strukturen rund Menschen räumt.

Die bedrohten Wälder befinden sich in Hessen, in der Nähe von Marburg und Gießen. Für den Erhalt der schützenswerten Ökosysteme haben viele Menschen und Gruppen begonnen, ihre Widerstandsaktionen zu organisieren. Eine der sichtbarsten Formen sind die Waldbesetzungen, aber es gibt auch Aktivist*innen, die Gerichtsverfahren ausfechten, legale Demonstrationen organisieren, Sabotageakte durchführen und verschiedene Arten von direkten Aktionen nutzen um für die Wälder zu kämpfen. Durch unsere Blockade sind wir Teil des komplexen Kampfes für den Walderhalt und gegen die A49.

Wir haben uns entschieden, die A5 heute zu blockieren, um unsere Solidarität mit den Besetzungen in Zeiten der anstehenden Räumung zu zeigen. Außerdem verstehen wir die die A5 als Symptom einer schädlichen Verkehrsinfrastruktur, die die Klimakrise weiter befeuert.

Wir glauben, dass es in Zeiten einer katastrophalen Klimakrise mehr als unverantwortlich ist, einen gesunden Wald abzuholzen, um eine Autobahn durch ihn hindurch zu bauen. Unsere Aktion ist ein Symbol für die Möglichkeit, eine nachhaltigere Welt zu schaffen, in der Freiheit nicht bedeutet, rasend schnell mit dem Auto über die Autobahn zu fahren, sondern solidarisch zusammenzuleben und eine gerechte Zukunft für Alle zu gestalten.

Der Autoverkehr ist eine der Hauptquellen von CO2-Emissionen, große Teile der Natur werden durch den Bau neuer Straßen zerstört, wegen schlechte ÖPNV- Anbindungen verwaisen dörfliche Gegenden und Straßen sind nur Orte, durch die man möglichst schnell durchfahren muss. Das Auto ist ein Symbol für eine kapitalistische Gesellschaft, die auf Profit für wenige, endlosem Wachstum und Geschwindigkeit statt auf Lebensqualität für alle beruht. Deshalb sind wir davon überzeugt, dass wir andere Transportkonzepte finden und darüber nachdenken müssen, wie wir uns gegenüber der Natur verhalten.

Mit unserer Aktion möchten wir andere Menschen, die Freiheit und Natur schätzen, zu Aktionen gegen Autobahnen und die Autoindustrie in ganz Deutschland ermutigen. Außerdem rufen wir zur Solidarität mit der Dannenröder Waldbesetzung und der Besetzung im Herrenwald in den schweren Zeiten der Räumung auf.

 

 







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