Freude ja, jubeln nein

15.01.21
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Politik, News 

 

„Es ist für uns alle gut, wenn der Ökolandbau vorankommt. Wenn auch die Nachfrage nach Biolebensmitteln steigt - umso mehr. Aber das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies allein weder die soziale noch ökologische oder Klimakrise lösen wird. Weiter im Blick bleiben muss, dass sich soziale Probleme infolge der Marktübermacht des Lebensmitteleinzelhandels zuspitzen und auch Ökobetriebe zunehmend unter Preisdruck geraten. Auch die Ökobetriebe haben Probleme mit der Bodenspekulation“, kommentiert Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die heute von Bundesministerin Julia Klöckner vorgelegten Ergebnisse des ‚Öko-Barometer 2020‘. Tackmann weiter:

„Wenn die ortsansässige Landwirtschaft insgesamt eine Zukunftschance haben soll, müssen die strukturellen Probleme in der Lebensmittelkette und die soziale Lage in den Agrarbetrieben im Blick bleiben. Das gilt auch bei aller Bedeutung, die Agrarförderung für eine ökologischere, klimaschonendere und tierschutzgerechtere Landwirtschaft hat.

Die Bundesministerin muss mutiger werden. Wir brauchen eine Abkehr von der Exportstrategie hin zur Stärkung regionaler Kreisläufe, faire Handelsregeln zur Sicherung kostendeckender Erzeugerpreise, Entflechtung und Kampf gegen Bodenspekulation.“







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