„Sand im Getriebe“ zur IAA: Wir reden nicht mit Profiteuren der Klimakrise!


Bildmontage: HF

12.08.19
UmweltUmwelt, Bewegungen, Hessen, TopNews 

 

Die Verkehrswende wird nicht von der kriminellen Autoindustrie gemacht!

Von "Sand im Getriebe"

Das klimaaktivistische Bündnis "Sand im Getriebe" lehnt ein Gesprächsangebot des "Verband der Deutschen Automobilindustrie" (VDA) über „emissionsfreie Mobilität“ ab. Im Juli hatte das Bündnis angekündigt, die Internationale Automobilausstellung, die größte Automesse der Welt, am 15. September zu blockieren. Der VDA reagierte wenig später auf dem sozialen Nachrichtendienst Twitter mit einem Gesprächsangebot an „Sand im Getriebe“ sowie das Demo-Bündnis #aussteigen und die Bewegung "Fridays for Future". Vor einigen Tagen konkretisierte der Verband seine Einladung mit einer Rundmail an die verschiedenen Gruppen.

„Wir können nicht auf ein Gesprächsangebot eingehen, bei dem nicht konkret der schnelle Wandel hin zu klima- und menschenfreundlichem Verkehr im Mittelpunkt steht. Autos müssen Platz machen für Straßenbahnen, Fahrradfahrerinnen und Fußgänger in unseren Städten. Das heißt: Die Autoindustrie muss schrumpfen. Stattdessen rollen auch in diesem Jahr immer mehr SUVs vom Band. Wenn die Automobilindustrie also bereit ist, ihre Produktion von Autos auf Bahnen oder Fahrräder umzustellen, sprechen wir gerne darüber, wie eine solche Konversion sozial und ökologisch organisiert werden kann.", kommentiert Tina Velo, Pressesprecherin von "Sand im Getriebe".

Der VDA bot allen aktivistischen Gruppen ein Gespräch über "emissionsfreien Verkehr" an. „Sand im Getriebe“ äußert sich kritisch zu diesem Angebot: "Für den VDA bedeutet emissionsarmer Verkehr, die Städte mit Elektro-Autos vollzustellen. So wollen sich die deutschen Autokonzerne jetzt schnell eine grüne Weste anziehen und elektrische SUV-Panzer als zukunftsfähige Mobilität verkaufen. Damit verschärfen sie nur unser Klima- und Ressourcenproblem. Hohe Feinstaubwerte durch Reifenabrieb, das Platzproblem und die steigende Zahl an Verkehrstoten werden auch durch Elektro-Autos verursacht."

Sand im Getriebe ist ein Bündnis aus verschiedenen klima- und verkehrspolitischen Gruppen, welches am 15. September die IAA blockieren wird. In einer Aktion zivilen Ungehorsams soll friedlich die IAA blockiert werden. Sand im Getriebe steht für eine radikale Verkehrswende. Das Bündnis fordert daher autofreie Städte, kostenlosen ÖPNV sowie einen massiven Ausbau von Fahrradinfrastruktur.







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