Tiermehl 20 Jahre nach BSE-Krise und mitten in Pandemie bald wieder als Futtermittel zugelassen? PETA übt in Statement scharfe Kritik

30.06.21
WirtschaftWirtschaft, Umwelt, TopNews 

 

Von PETA

Im Rahmen ihrer „Farm to Fork“-Strategie will die EU-Kommission es landwirtschaftlichen Betrieben wieder erlauben, Hühner und andere von der Industrie ausgebeuteten Vögel mit „tierischen Nebenprodukten“ vom Schwein zu ernähren und umgekehrt. Die knappe Mehrheit des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments befürwortete die Kommissionsvorlage vergangene Woche. Die Regelung könnte ab August gelten. Agrarwissenschaftlerin Lisa Kainz, Fachreferentin bei der Tierrechtsorganisation PETA, kritisiert diesen Entschluss:

„Es wäre verantwortungslos, Tiermehle – die unter anderem aus Insekten, Schweinen und Hühnern bestehen – wieder als Futtermittel zuzulassen, insbesondere mitten in einer Pandemie. Auch wenn Befürwortende die Gesundheitsrisiken für Menschen als gering einstufen, ist nicht definitiv auszuschließen, dass es wieder zu einem BSE-ähnlichen Ausbruch kommt. Es darf nicht sein, dass dieses Restrisiko in Kauf genommen wird.
Die Lobby der tierausbeutenden Industrie behauptet, dass dadurch Sojaimporte für Futtermittel und somit auch die Regenwaldabholzung abnehmen könnten – da Tiermehl jedoch meist nur zusätzlich verfüttert werden würde, ist das mehr als fraglich. Tiermehl ist günstig, deshalb dürfte es primär um Kostenersparnisse gehen. Denn läge der Politik die Gesundheit der Gesellschaft und die Umwelt wirklich am Herzen, würde sie die landwirtschaftliche Tierhaltung auslaufen lassen – schließlich verschwendet sie wertvolle Ressourcen, tötet Milliarden Lebewesen und ist eine der Hauptursachen für die Umweltprobleme unserer Zeit. Statt darüber zu diskutieren, gequälte Tiere untereinander zu verfüttern, muss der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments zukunftsweisend handeln und den veganen Ökolandbau vorantreiben.“







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