Atomindustrie und BDI setzt auf Profit und Dividenden

08.09.10
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Atomindustrie und BDI setzt auf Profit und Dividenden . . . - 'natürlich' auf "Arbeitsplätze" und 'nicht' auf Risiko "Tschernobyl".

von Reinhold Schramm

Die Atomindustrie im BDI ist zufrieden mit ihrer schwarz-gelben Bundesregierung und spezialdemokratischen Parlamentsmehrheit.
Die Regelung der Atomindustrie und ihrer Bundesregierung sorgt für "Planungssicherheit" auch bei den Einnahmen und Dividenden ihrer Aktionäre und soll (offiziell) die "Strompreise dämpfen".

Laut BDI sorgt sie für den "Schutz für Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze" (BDI). "Die gefundene Regelung wirkt preisdämpfend auf die Strompreise in Deutschland. Diese Entscheidung ist auch wichtig für das Industrieland Deutschland, denn sie trägt dazu bei, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu erhalten und sichert damit Arbeitsplätze in Deutschland. Dies sollte die Akzeptanz der Entscheidungen in der Öffentlichkeit fördern", sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf anlässlich der medialen Einigung mit ihrer "schwarz-gelben" Bundesregierung. [1]

Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis hält die Verlängerung der Kernkraftwerkslaufzeiten für ungeeignet, "eine Brücke zur Vollversorgung Deutschlands mit erneuerbaren Energien zu schlagen." Vassiliadis befürchtet, dass durch längeren Einsatz von Kernenergie die Anstrengungen beim Ausbau regenerativer Energien nachlassen. [2]

Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die Laufzeitverlängerung: "Dieser Beschluss der Bundesregierung ist verantwortungslos, weil es keinerlei Lösung für den anfallenden Atommüll gibt und weil in deutschen Atomkraftwerken gefährliche Alterungsprozesse zu beobachten sind, so dass es jederzeit zu einem schweren Atomunfall kommen kann." [3]

[1] BDI-Pressemitteilung 59/2010, 06.09.2010.
"Laufzeitverlängerung wichtiger Baustein für das Energiekonzept" -
www.bdi.eu/download_content/Pressemitteilung_Laufzeitverlaengerung.pdf

[2] IG-BCE - Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Laufzeitverlängerung bei Kernenergie: Als Brücke nicht geeignet.
www.igbce.de/portal/site/igbce/kernenergie_als_bruecke/
[3] IPPNW-Pressemitteilung vom 6.9.2010: Laufzeitverlängerung verhindern. www.ippnw.de/presse/presse-2010/artikel/43bb7dc0f9/laufzeitverlaengerungen-verhindern.html

Siehe auch:

I) Katastrophe von Tschernobyl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Katastrophe_von_Tschernobyl
II) 'Tschernobyl' lässt grüßen:
www.labournet.de/internationales/cn/schramm_atom1.html
III) Ungeschminkte Fakten zur Atomindustrie:
www.labournet.de/internationales/cn/schramm_atom2.html

 


VON: REINHOLD SCHRAMM






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