DGB - Rentenumfrage

27.11.12
WirtschaftWirtschaft, Soziales, Arbeiterbewegung, TopNews 

 

von Reinhold Schramm (Bereitstellung)

Beschäftigte fürchten um Alterssicherung

Niedrigrenten sind eine Zukunft, die Beschäftigten aller Ausbildungsgrade bevorsteht (bei Verzicht auf aktiven Widerstand)!

Rund 38 Prozent der abhängig Beschäftigten gehen davon aus, dass sie von ihrer gesetzlichen Rente später nicht leben können werden, für 43 Prozent wird es gerade langen. Gut von ihrer Rente leben können werden nach ihrer Einschätzung hingegen nur 17 Prozent, sehr gut 2 Prozent der Beschäftigten.

In der Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen geht eine Mehrheit von 51 Prozent der Beschäftigten davon aus, dass ihre Rente zum Leben später nicht reichen wird, unter den 36- bis 45-Jährigen ist es mit 44 Prozent nahezu jede/r Zweite. Mit einer Rente, durch die ein gutes oder sehr gutes Auskommen zu finden ist, rechnen in keiner Altersgruppe mehr als 27 Prozent.

Deutlich über dem Durchschnitt liegt der Anteil der abhängig beschäftigten Frauen und Männer, die davon ausgehen, dass sie mit ihrer Rente nicht hinkommen werden, unter den Teilzeit Arbeitenden mit 56 Prozent, den befristet Beschäftigten mit 47 Prozent sowie unter Beschäftigten, in deren Betrieb kein Betriebs- oder Personalrat wirkt, mit 48 Prozent.

Der Handel weist mit 50 Prozent den höchsten Anteil Beschäftigter auf, die von ihrer Rente nicht leben können werden, danach rangieren mit 48 Prozent das Gastgewerbe und mit 47 Prozent das Gesundheits- und Sozialwesen. Auffällig ist aber auch, dass die entsprechenden Anteile in keiner Branche gering ausfallen. Abgesehen von der öffentlichen Verwaltung – aber auch dort beträgt der Anteil mit 18 Prozent nahezu ein Fünftel – liegt der Anteil derjenigen, die mit einer Rente unterhalb ihrer Lebenshaltungskosten rechnen, in keinem Wirtschaftszweig bei weniger als 28 Prozent.

Den höchsten Anteil Beschäftigter, deren Rente zum Leben später nicht reichen wird, gibt es mit 66 Prozent bei den Reinigungs- und Entsorgungs- und mit 58 Prozent bei den Einzelhandels-Berufen. Nur in einer der 22 Berufsgruppen rechnet mehr als ein Drittel der Beschäftigten damit, dass sie von ihrer Rente gut oder sehr gut leben können werden. In fünf der Berufsgruppen liegt dieser Anteil bei 10 Prozent und weniger.

Niedrigrenten sind eine Zukunft, die Beschäftigten aller Ausbildungsgrade in jeweils beträchtlichen Anteilen bevorsteht – betroffen sind keineswegs nur Geringqualifizierte.

  • So werden etwa auch 28 Prozent der HochschulabgängerInnen, so wie sie die Lage einschätzen, von ihrer Rente später nicht leben können.
  • Unter den abhängig beschäftigten Frauen und Männern mit einer Meister-, Techniker- und/oder Fachschulausbildung sind es 35 Prozent.
  • Unter Beschäftigten, die eine Lehre oder Berufsfachschule absolviert haben, 41 Prozent und damit kaum weniger als unter jenen, die gar keinen berufsqualifizierenden Abschluss haben (42 Prozent).

Ergebnisse nach Einkommen

Unter den abhängig Beschäftigten mit einem derzeitigen (nur danach war gefragt worden) Monatseinkommen von Brutto 1.500 Euro geht eine Mehrheit von 54 Prozent davon aus, dass ihre Rente später zum Leben nicht reichen wird. -

Aber auch unter den abhängig beschäftigten Frauen und Männern, die mehr verdienen, rechnen beträchtliche Teile damit, dass sie mit ihrer Rente später kein Auskommen finden werden. -

In der Gruppe mit derzeit Brutto 2.001-3.000 Euro etwa beträgt dieser Anteil immer noch ein Drittel, in der Gruppe mit mehr als Brutto 3.000 Euro ein Fünftel.
[Ein modifizierter Auszug.]

Quelle: DGB-Bundesvorstand, 21.11.2012.
Rentenumfrage: Beschäftigte fürchten um Alterssicherung.
Ergebnisse der Repräsentativumfrage, November 2012
www.dgb.de/themen/++co++0a8dd492-3303-11e2-9f78-00188b4dc422  

 

 


VON: REINHOLD SCHRAMM (BEREITSTELLUNG)






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