Steigende Ticketpreise bei der Bahn erschweren eine nachhaltige Mobilitätswende

29.09.22
WirtschaftWirtschaft, Umwelt, Politik, News 

 

„Nach dem Wegfall des 9-Euro-Tickets und den wieder steigenden Preisen im Nahverkehr sollen nun auch die Preise im Fernverkehr steigen. Jegliche Bemühungen für eine nachhaltige Mobilitätswende werden mit solchen Entscheidungen von der Deutschen Bahn und dem Verkehrsministerium regelrecht boykottiert“, sagt Bernd Riexinger, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags und Sprecher für nachhaltige Mobilität, mit Blick auf die Ankündigung der Deutschen Bahn, die Preise für Bahn-Tickets ab dem nächsten Jahr deutlich zu erhöhen. Riexinger weiter:

„Viele Verkehrsverbände haben angekündigt, die Fahrpreise im Nahverkehr für Bus und Bahn ab 2023 zu erhöhen. In der Region Stuttgart steigen die Preise um fünf Prozent, und ab 2024 sollen nach ersten Schätzungen nochmals sieben Prozent obendrauf kommen. Eine Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket im Nahverkehr wird im Gezänk zwischen Ländern und Verkehrsminister Wissing immer unwahrscheinlicher. 

Die von der Deutschen Bahn angekündigten Preiserhöhungen bei den sogenannten Flexpreisen von über fünf Prozent treffen vor allem Stammkunden, die eine BahnCard besitzen. Das treibt auch Stammkunden der Bahn immer mehr ins Auto oder ins Flugzeug. Eine nachhaltige Mobilitätswende ist nur möglich, wenn neben dem Ausbau des Angebots auch die Ticketpreise im Nah- und Fernverkehr deutlich sinken.

Vorschläge liegen seit langem auf dem Tisch. Im Nahverkehr darf eine Fahrt mit dem ÖPNV nicht mehr als einen Euro am Tag kosten. Für einen günstigen Fernverkehr muss die Bundesregierung die steigenden Energiekosten deckeln und die Preise so gestalten, dass eine Fahrt mit dem Zug weit günstiger ist als mit dem Flugzeug oder dem Auto.“







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