Das ultimative Mogelprodukt


foodwatch - Bildmontage: HF

03.01.15
WirtschaftWirtschaft, Bewegungen 

 

von foodwatch e.V.

Seit dem 13. Dezember 2014 gelten mit der Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) EU-weit einheitliche Vorgaben für die Kennzeichnung von Lebensmitteln.

Doch die alltägliche Irreführung im Supermarkt geht weiter, denn der Gesetzgebungsprozesss wurde von der Lebensmittelindustrie massiv beeinflusst.

Ein von foodwatch entwickeltes ultimatives Mogelprodukt zeigt, wie die Hersteller trotz der Verordnung ganz legal täuschen dürfen.

Imitatprodukte, falsche Slogans und legale Täuschung

Das ist das Problem

Früchtetee ohne namensgebende Früchte, Zuckerbomben als Fitness-Produkt, ver- meintliche Gesundheitswunder mit Nebenwirkungen:
Täuschung ist bei verpackten Lebensmitteln nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

Hersteller tricksen, um ihr Produkt besser aussehen zu lassen, sie tricksen, weil es die Wettbewerber auch tun – und sie tricksen, weil es häufig ganz legal ist und keine Be- hörde einschreiten kann.
Das Lebensmittelrecht duldet viele Fälle von Etikettenschwindel – die Verbraucher haben das Nachsehen.

Das ist der Stand

2007 hat foodwatch erstmals von „legaler Täuschung“ gesprochen, viele Beispiele im Rahmen der abgespeist-Kampagne gegen Werbelügen und Etikettenschwindel kritisiert. Inzwischen hat die Politik – zumindest in Ansätzen – reagiert.

Im Jahr 2011 schaltete die damalige Bundesregierung das eigene Portal lebensmittel- klarheit.de, auf dem Verbraucher Beschwerden über irreführende Produkte einreichen können.

Das Problem ist also erkannt und anerkannt – aber mit einer Internetseite noch nicht gelöst. Konkrete Maßnahmen haben Bundesregierung und EU-Politik bislang nicht ange- kündigt.

Das fordert foodwatch

So lange Täuschung legal bleibt, werden die Unternehmen nichts ändern. Deshalb muss morgen verboten sein, was heute erlaubt ist. Selbst-erfundene Siegel und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie helfen da nichts, sondern nur klare gesetzliche Vorgaben für verständliche Produktinformation.

foodwatch hat einen 15-Punkte-Plan vorgelegt, um Etiketten ehrlicher zu machen. foodwatch fordert, Gesetzeslücken zu schließen und die Unternehmen zu verpflichten, die wichtigsten Informationen verständlich auf die Packung zu schreiben.

Neue EU-Kennzeichnungsregeln: Lizenz zum Weiterschummeln!

Lassen Sie sich solche Mogelprodukte nicht länger gefallen, unterstützen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion und fordern Sie ehrliche Etiketten!

www.foodwatch.org/de/informieren/werbeluegen/mehr-zum-thema/kennzeichnungsverordnung

www.foodwatch.org/de/informieren/werbeluegen/2-minuten-info

Mehr zum Thema


VON: FOODWATCH E.V.






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz