CO2-Abgabe bei Mietwohnungen

09.11.22
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Von WWF

WWF: Schritt in die richtige Richtung / Vermietende sollten CO2-Kosten aber komplett übernehmen

Zur Einigung der Ampel-Koalition auf eine Aufteilung der CO2-Abgabe bei Mietwohnungen auf Mieter:innen und Vermieter:innen erklärt Viviane Raddatz, Fachbereichsleiterin für Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland:
 
„Der WWF begrüßt, dass die Koalition bei der CO2-Abgabe eine Einigung gefunden hat und Vermieter:innen nun endlich in die Pflicht genommen werden, sich an den Kosten für CO2-Preise zu beteiligen. Bisher mussten Mieter:innen selbst dafür aufkommen, hatten aber keine Möglichkeit zur Wahl ihres Heizsystems. Die Einigung bedeutet damit eine Entlastung für viele Millionen Haushalte in Zeiten steigender Energiekosten. Dennoch geht die Einigung nicht weit genug, da Mieter:innen auch weiterhin keinen Einfluss auf die Wahl der Heizungsanlage haben. Um einen starken Anreiz zur Umstellung auf erneuerbare Heiztechnologien zu setzen, sollten die Vermieter:innen die CO2-Kosten deshalb komplett tragen. Die Lösung für mehr Klimaschutz und sinkende Preise liegt in der Sanierung und der Umstellung auf klimafreundliche Heizungen ohne CO2-Kosten.“
 
Hintergrund:
Bisher mussten Mieter:innen die vollständigen Kosten für die Kohlendioxid-Abgabe tragen. Nach dem Stufenmodell sollen Vermieter:innen nun einen entsprechend höheren Anteil an der Abgabe tragen, je energieintensiver der Wohnraum ist. Je emissionsärmer das jeweilige Gebäude ist, desto geringer fällt der Anteil aus. Der Bundestag soll das Modell am Donnerstag beschließen.







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