Der BDA-Hundt fordert Lohnsenkungen von den Gewerkschaften!

29.07.09
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Der Multimillionär und BDA-Hundt hält Lohnsenkungen wegen 'seiner' Krise für nötig und ist mit 'seinen' sozialpartnerschaftlichen Gewerkschaften und Vorständen zufrieden.

Von Reinhold Schramm

Kostenentlastungen seien bei Umsatzrückgängen von 30 bis 40 Prozent "durchaus berechtigt". Der BDA-Hundt bescheinigte den Gewerkschaften für die jüngsten Abschlüsse "tarifpolitische Vernunft".  -  "Wenn alte Formeln der Gewerkschaften angewendet werden, dass die Produktivitätssteigerung und die Inflationsrate die Grundlage für Tariferhöhungen sein sollen, dann müssen wir im nächsten Jahr in wichtigen Branchen eine deutliche Lohnsenkung vereinbaren", sagte der Präsident der "Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)". Und: "Ich denke aber nicht, dass das die Grundlage für die Verhandlungen sein kann."
Die 'Arbeitgeber' wollen auf Kostenentlastung dringen und Leistungen aus Manteltarifverträgen überprüfen. Für den BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner sei das in der Rezession "tarifpolitisches Standardwerkzeug". BDA-Hundt forderte ein "Belastungsmoratorium" für die Wirtschaft. Man dürfe die Arbeit nicht teurer machen und die Sozialabgaben dürften nicht angehoben werden. Die Lage der Metall- und Elektroindustrie sei "nach wie vor extrem angespannt" und "besorgniserregend". Dauere die Krise länger, "kann ein Beschäftigungsabbau nicht ausgeschlossen werden".
Auf einen Verzicht von Entlassungen wollte sich BDA-Hundt nicht einlassen. Eine Verlängerung der Altersteilzeit über 2009 lehnte er ab. Hundt äußerte sich gegen die "Verwässerung" der Rente mit 67 und der 'Sozialreformen' ('natürlich' für Sozialabbau!).
Mit den Tarifabschlüssen ('seiner' Gewerkschaften) im ersten Halbjahr 2009 zeigte sich Hundt zufrieden. "Die Kostenbelastung im laufenden Jahr wird in zahlreichen Tarifverträgen durch vorgeschaltete Nullmonate abgemildert", sagte Hundt. (Anm.: In der Unterschlagung von Monaten reduzieren sich die Abschlüsse bzw. die Einkommen.) Häufig würden vorgesehene  Einmalzahlungen sich nicht auf die Einkommenstabellen auswirken. Die Gewerkschaften ('seine' sozialdemokratischen Vorstände?!) hätten sich in der Krise "angemessen und tarifpolitisch vernünftig verhalten", sagte BDA-Hundt. Er betrachte dies als Ausdruck gemeinsamer Bemühungen (Sozialpartnerschaft zwischen Arbeit und Kapital) um wirtschaftlichen Erfolg. Dies habe sich positiv am Arbeitsmarkt niedergeschlagen (bei der Profitsanierung?!).

Kommentar bei "t-online.de": "Wenn der Multi - Einkommensmillionär Hundt die Hälfte seines Einkommens, an Brot für die Welt weiterleiten würde und 1% seines Einkommens seiner Putzfrau abgäbe, dann hätte er wenigstens einen moralischen Anspruch, solch geistig dünnflüssiges von sich zu geben. Aber sooo...".

Quelle: "dpa-AFX, t-online.de" am 28. Juli 2009.
http://wirtschaft.t-online.de/c/19/54/43/30/19544330.html



DGB Rhein-Emscher: Hundts Lohnsenkungsdebatte schadet allen - 31-07-09 22:16




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