5000 Arbeitsplätze allein bei Thyssenkrupp-Steel gefährdet


Bildmontage: HF

16.07.17
WirtschaftWirtschaft, Arbeiterbewegung, NRW, Ruhrgebiet 

 

Von RIR

Und sie grinsen frech dazu!

In der we-Information vom 11. Juli und der nachfolgenden von Steel Europe erläutern TK-Vorstand und TKS-Geschäftsführung die geplanten Abbaumaßnahmen. 2500 KollegInnen sollen konzernweit im Angestelltenbereich ihre Arbeitsplätze verlieren.

Kapitalistischer Dreisatz

Als das 500 Mio.-Euro-Kürzungsprogramm im Stahlbereich bekannt wurde, hatte der Betriebsrat von 4.000 Arbeitsplätzen gesprochen, die gefährdet sind. Noch auf der a.o. Betriebsversammlung  leugnete dies die Geschäftsführung des Stahlbereichs. Doch plötzlich teilt uns Hiesingers Schuhputzer Goss mit, dass „in diesem bereits kommunizierten Kostenziel“ von „insgesamt 500 Millionen Euro“ „die angestrebten Einsparungen in der Verwaltung in Höhe von 60 Millionen bereits enthalten (sind)“. Wenn der „vorgesehene Abbau (…) in der Verwaltung“ allein bei TKS „bis 600 Stellen“ beträgt, dann würden umgerechnet im Stahlbereich bis zu 5000 Arbeitsplätze vernichtet werden.

Was gibt es da zu grinsen, Herr Hiesinger?

Während der Konzernvorstand den lieben „Kolleginnen und Kollegen“ die katastrophale Botschaft in den we corporate news präsentiert, grinsen Hiesinger, Burkhard, Kaufmann und Kerkhoff frech in die Kamera.

Was gibt es da zu grinsen Herr Hiesinger, wenn Sie tausende Arbeitsplätze vernichten?

Was ist daran so witzig, Herr Burkhard, wenn Sie tausende Existenzen aufs Spiel setzen?

Finden Sie es lustig, Herr Kaufmann, wenn Sie das soziale Elend in Duisburg drastisch vergrößern?

Macht es Spaß, Herr Kerkhoff, wenn Sie tausenden Menschen das Gefühl vermitteln, überflüssig zu sein?

Wer einmal von einer Abbauwelle betroffen war, weiß, dass die Auswirkungen bis hin zum Selbstmord reichen können. Die grinsenden Multimillionäre aus der Vorstandsetage haben nicht nur jede Bodenhaftung verloren. Sie besitzen auch nicht den geringsten Anstand.

Eine oder zwei Fusionen?

Bisher starrten alle auf die Fusion von Thyssenkrupp Steel mit Tata-Steel. Doch was wird aus dem Thyssenkrupp-Konzern? Ist Steel weg, ist der Weg des Konzerns für die Fusion mit Siemens frei. Ist das der Auftrag, mit dem Hiesinger vom Aufsichtsratsvorsitzenden Cromme von Siemens nach Thyssenkrupp geschickt wurde? Die immer neuen Kostensenkungsprogramme für alle Bereiche zeigen genau in diese Richtung.

Es geht um alles und alle!

Es geht nicht nur um Stahl. Es geht um die drohende Zerschlagung des ganzen Konzerns. Wenn wir ihn nicht stoppen, wird Hiesinger in die Firmengeschichte als Totengräber von Thyssenkrupp eingehen. Wir müssen alle aus allen Business Areas mobilisieren. Wer redet noch vom G20-Protest, wenn wir StahlarbeiterInnen erst einmal richtig loslegen?!!

Den Artikel findest Du auf riruhr.de

Revolutionäre Initiative Ruhrgebiet







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz