DGB Rhein-Emscher: Hundts Lohnsenkungsdebatte schadet allen

31.07.09
WirtschaftWirtschaft, NRW, TopNews 

 

Die Äußerungen von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, dass angesichts der Wirtschaftskrise Lohnsenkungen in vielen Branchen angemessen seien, empören die Gewerkschaften in der Emscher-Lippe-Region. Durch Lohnsenkungen werde der Schaden der Wirtschaftskrise gerade denen aufgebürdet, die durch ihren Konsum zurzeit noch das Schlimmste verhindern.
Dazu der DGB-Vorsitzende Josef Hülsdünker: „Auch wenn Hundt selbst einräumt, dass Lohnsenkungen keine Grundlage für die anstehenden Verhandlungen sein können, macht er ohne jede Not das Giftmüll-Fass der Lohnsenkungsdebatte auf. Das schadet jetzt allen!“ Schädlich sei besonders die Verunsicherung der Arbeitnehmer, die angesichts angedrohter Einkommensverluste ihre Konsumbereitschaft einschränken werden.
Untragbar findet der DGB auch die BDA-Ankündigung, dass es in den nächsten Tarifrunden zwar wahrscheinlich keine Forderungen nach direkten Lohnsenkungen geben werde, aber andere tarifliche Leistungen gestrichen werden sollen. „Es muss jetzt einzig und allein um den Erhalt von Arbeitsplätzen gehen. Und der wird sicher nicht gelingen, wenn der Wirtschaft nach dem Einbruch der Exporte nun auch noch die Grundlage für die Binnennachfrage kaputt gemacht wird.“ erklärt Hülsdünker. Stattdessen müsse dafür gesorgt werden, dass die Verursacher der Krise zur Kasse gebeten werden. „Mit Forderungen nach Lohnsenkungen oder Einschnitten braucht hier in der Emscher-Lippe-Region kein Arbeitgeberverband anzukommen. Ich verspreche, dass die Arbeitnehmerschaft geschlossen dagegen stehen wird.“
Erfreut zeigt sich der DGB über die Unterstützung durch den Wirtschaftsweisen Peter Bofinger, der Lohnsenkungen auf breiter Basis als sicheren Weg in die Deflation bezeichnete und stattdessen den Erhalt der Kaufkraft der Arbeitnehmer forderte.



Der BDA-Hundt fordert Lohnsenkungen von den Gewerkschaften! - 29-07-09 22:35




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