Klimafreundliche Mobilität für alle statt Anreize zum Autokauf


Bildmontage: HF

03.06.20
WirtschaftWirtschaft, Umwelt, Bewegungen, TopNews 

 

Von Robin Wood

Die Spitzen von Union und SPD wollen ein milliardenschweres Konjunkturpaket beschließen – Förderung für die Autoindustrie inklusive. ROBIN WOOD kritisiert den starken Einfluss der Auto-Lobby auf die Politik und verlangt die Förderung einer klimafreundlichen Mobilität für alle anstelle von Anreizen zum Kauf von Autos.

„Die Autobranche war auch schon vor der Corona-Krise angeschlagen, nicht zuletzt wegen ihrer kriminellen Machenschaften. Corona darf jetzt nicht als Vorwand genutzt werden, um einen Industriezweig zu retten, der betrügerisch gehandelt und den sozial-ökologischen Wandel komplett verschlafen hat“, sagt Dominique Just, Mobilitätsreferentin bei ROBIN WOOD.

Der Klimawandel droht die Menschheit in eine noch tiefere Krise zu stürzen als die Pandemie. Gerade im Verkehrsbereich ist eine Reduktion klimaschädlicher Emissionen längst überfällig. Jetzt mit öffentlichen Mitteln ein veraltetes, autozentriertes Verkehrssystem zu fördern, würde den Klimawandel aber weiter anheizen. Notwendig ist stattdessen eine sozial-ökologische Mobilitätswende. „Wenn Prämien verteilt werden, dann als Mobilitätsprämie für alle, die sie etwa für Lastenräder oder ÖPNV-Tickets nutzen“, fordert Just.

Der Protest gegen die Abwrackprämie ist breit getragen. Mit einer kilometerlangen Menschenkette quer durchs Berliner Regierungsviertel – vom Sitz der Autolobbyist*innen vom VDA bis zum Kanzlerinnenamt – stellen sich Bürger*innen heute gegen eine Abwrackprämie 2.0.

Während in Berlin demonstriert wird, steht in Wolfsburg ein Klimaaktivist vor Gericht. In der Verhandlung geht es um seine Beteiligung an der Aktion einer unabhängigen Kleingruppe im August vergangenen Jahres für eine konsequente Verkehrswende und den Rückbau der Automobilindustrie.

ROBIN WOOD-Aktivistin Lotte kommentiert: „Während die Automobilbranche öffentliche Gelder bekommen soll und mit Vollgas auf den Klimakollaps zusteuern darf, werden Klimaaktivist*innen, die dagegen protestieren, Repressionen ausgesetzt. In meinen Augen ist das eine verkehrte Welt!“







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