LINKE gibt Gutachten zur Regulierung des Bodenmarktes in Auftrag

05.06.20
WirtschaftWirtschaft, Politik, News 

 

Wenn Bodenpreise explodieren und immer mehr landwirtschaftliche Fläche in die Hände von landwirtschaftsfremden Investorennetzwerken gerät, bedroht dies die Existenzgrundlage der ortsansässigen Agrarbetriebe. Boden ist keine Ware, sondern ein begrenzt verfügbarer Naturreichtum und Grundlage unserer Ernährungssouveränität. Deshalb hat die Gesellschaft eine besondere Verantwortung für den Schutz des Bodens und die Sicherung der Teilhabe für die, die ihn bewirtschaften und vor Ort leben. Bodenspekulation und profitgetriebene Geschäftsmodelle müssen verhindert werden. Um die rechtlichen Möglichkeiten für die Regulierung von share deals und die Ausgestaltung von gemeinwohlorientierten Landgesellschaften als strategische Bodenreserve in öffentlicher Hand zu klären, haben die Fraktionsvorsitzendenkonferenz der LINKEN, die Landtagsfraktionen und die Bundestagsfraktion gemeinsam ein Gutachten in Auftrag gegeben. Damit will DIE LINKE die Grundlage schaffen für eine nachhaltige, regional verwurzelte Landwirtschaft. Das Gutachten soll im September 2020 veröffentlicht werden.

Dazu erklärt Amira Mohamed Ali, Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE:

„Es kann nicht sein, dass Konzerne wie Aldi nicht nur den Lebensmitteleinzelhandel beherrschen, sondern auch landwirtschaftlichen Boden aufkaufen, der somit dem Zugriff von ortsansässigen Landwirtinnen und Landwirten entzogen ist."

Weiter erklärt Dietmar Bartsch, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE:

„In Mecklenburg-Vorpommern ist der Kaufwert von landwirtschaftlicher Fläche seit 2007 um über 300 Prozent gestiegen. Da stimmt etwas grundlegend nicht, wenn diejenigen, die die Fläche bewirtschaften, wegen fehlender finanzieller Rücklagen keinen Zugriff auf ihre Arbeitsgrundlage haben.“







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