Selbstbedienungsladen "Deutsche Bahn AG"


Unter Druck: Wolfgang Tiefensee, Bild: Wikipedia

03.11.08
WirtschaftWirtschaft, TopNews, Rheinland-Pfalz 

 

MAINZ. Die Jusos Rheinland-Pfalz halten die zusätzlichen Bonus-Zahlungen der Deutschen Bahn an die Vorstände nicht nur für eine völlig unangemessene Maßnahme, sondern schlechterdings für einen Skandal. "In Zeiten, in denen die Reallöhne sinken, die Armut bezogen auf die Gesamtbevölkerung zunimmt und der Finanzmarkt von einer Krise in die nächste stürzt, kann es weder gerecht noch angemessen sein, dass sich Manager derartige Zuschüsse genehmigen. Besonders skandalös ist das Vertreter der Politik dieser Selbstbereicherung zugestimmt haben", so Fabian Löffler, Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz.

Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung kommen die Manager alles in allem auf ein Plus von 37,5 %. Das Grundgehalt von Bahnchef Mehdorn soll demnach von 700.000 auf  900.000 Euro steigen. Seine Leistungszulagen betragen dann bis zu 3,51 Millionen Euro statt bisher 2,99 Millionen Euro. Nach dem Börsengang, der glücklicherweise aus Anlass der Finanzkrise verschoben worden ist, sollen weitere 140.000 Euro dazu kommen. Hinzukommen kommen üppige Erfolgprämien bei schon mittelmäßigen Privatisierungserlösen. "Wer diese Zahlen hört, kann nur ins Entsetzen  geraten. Vor einigen Wochen hat die Bahn noch um jeden Cent gerungen, als es darum ging, den LockführerInnen mehr Geld zu gewähren und heute kassieren sie selbst horrende Summen. Derartige Selbstbedienungsmentalitäten sind nicht nur peinlich, sondern vor allem und insbesondere angesichts wirtschaftlich schwerer Zeiten, geradezu eine Frechheit", so Pascal Klein, stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Rheinland-Pfalz.







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