DGB: Mindestlohn greift – mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

11.01.18
WirtschaftWirtschaft, Düsseldorf, NRW, News 

 

Von DGB Düsseldorf

Neue DGB-Analyse drei Jahre nach Einführung des gesetzlichen Mindestlohns

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich in Düsseldorf seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang 2015 positiv entwickelt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Nach den aktuellsten Arbeitsmarktzahlen von Juni 2017 lag das Plus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Düsseldorf mit 21.291 bei 5,2 Prozent (Vergleichszeitraum 31.12.2014 vor Einführung des gesetzlichen Mindestlohns). Damit gingen zum Stichtag in Düsseldorf 409.195 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Die Anzahl der geringfügig entlohnten Beschäftigten sank im gleichen Zeitraum um 1.255 (1,7%) auf 71.943 Beschäftigte.

Für das kommende Jahr sieht Sigrid Wolf, DGB-Stadtverbandsvorsitzende in Düsseldorf, dennoch Verbesserungsbedarf. „Im Jahr 2018 wird erneut über die Höhe des gesetzlichen Mindestlohns verhandelt. Dabei müssen die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) verbessert werden. Das geht nur mit mehr Personal. Außerdem braucht es leichtere Kontrollen, etwa durch eine Vorschrift tagesaktueller Arbeitszeitdokumentationen oder eine Verwahrung der Unterlagen am Arbeitsort. Die bisherigen Regelungen bieten zu viele Einfallstore für Manipulationen“, so Wolf. „Wer aus Regeln vermeintliche Bürokratielasten macht, hat offenbar kein Interesse an der Einhaltung des Mindestlohns.“

Die Parteien einer künftigen Bundesregierung fordert die DGB-Vorsitzende auf, „den Mindestlohn vor Angriffen zu schützen. Diskriminierende Ausnahmen sind zu beseitigen und weitere Rahmenbedingungen für einen existenzsichernden Mindestlohn müssen geschaffen werden.“

HINTERGRUND

Bei der Aufschlüsslung nach Klassifikation der Berufe hat sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Berichtszeitraum in Düsseldorf wie folgt entwickelt:

Helfer                                  + 4.485 Beschäftigte, 9,86%
Fachkraft                            + 5.644 Beschäftigte, 2,61%
Spezialist                            + 5.022 Beschäftigte, 6,98%
Experte                               + 6.134 Beschäftigte, 8,28%







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