Initiative für ein sozialistisches Kommunikationsnetzwerk

28.10.12
InternationalesInternationales, Bewegungen, Sozialismusdebatte 

 

von Wili Übelherr

liebe freunde einer freien kommunikation,
diesen text haben wir in venezuela in die diskussion um das internet eingebracht. ich will ihn euch weitergeben, damit ihr wisst, wie unsere diskussionen gefuehrt werden.
mit gruessen, willi

Initiative fuer ein sozialistisches Kommunikationsnetzwerk, das sich an den Beduerfnissen der Menschen orientiert


"ein nicht gehaltener Vortrag" als Plattform fuer eine Diskussion um ein dezentrales, auf lokalen Netzen ruhendes Kommunikationsnetzwerk in Venezuela und Lateinamerika.

1) motivation zur teilnahme am kongress

der 1. Congreso Venezolano de Ciencia Tecnología e Innovación kann ein grossartiges ereignis werden. er schafft den raum, wo menschen aus allen gebieten venezuelas ihre ideen, erfahrungen und reflexionen zur entwicklung wissenschaftlicher und technischer prozesse darlegen und gemeinsam darueber debattieren. er wird von uns, den lokal aktiven in merida fuer eine gerechte und freie welt genutzt, um in die debatte um philosophische, politische und technische fragen zum kommunikationssystem in venezuela einzugreifen.

unser antrag wurde nicht beruecksichtigt. die gruende kennen wir nicht. so bleiben uns nur vermutungen. deswegen enthaelt dieser vortrag die erweiterung "nicht gehaltener Vortrag". dies ruht auf der "nicht gehaltenen Rede" von Jean Ziegler zur eroeffnung der Salzburger Festspiele 2011, wo die Hunger- und Spekulationsbanditen sie verhinderten.

es mag vermessen klingen, diese verbindung herzustellen. erst wenn wir naeher hinsehen, sehen wir die parallelen. es geht um die glattheit, die ungestoertheit, um die vermeidung von bruechen und klueften. um die verhinderung kritischer reflexion des bestehenden.

2) die heutige situation und CANTV

ich glaube nicht, dass ich hier um die zustimmung zur anerkennung des unvermoegens und organisierter unfaehigkeit um den aufbau eines kommunikationssystems, so wie die menschen es benoetigen, ringen muss. weil mit ausnahme weniger, die kraft privilegierter sozialer situation sonderrechte geniessen, alle den mangel taeglich erleben. und nur damit leben koennen, weil sie entweder die noch groesseren maengel frueherer zeiten damit relativieren oder einfach sich dem "prinzip hoffnung" verschreiben.

aber wir sollten einige kriterien bestimmen, die fuer uns im jetzigen zustand dominant sind. der Plan Nacional de Telecomunicacion 2007-2013 hat vieles davon thematisiert.

a) der bedingundlose Zugang fuer alle ohne soziale und geografische Ausgrenzung
b) technologische Souveränität und Unabhängigkeit
c) Demokratisierung der Kommunikationsstrukturen und -methoden

was dieser plan nicht anspricht, ist die innere struktur des systems. insofern war er auch nicht geeignet, einen wirklichen aufbruch zu erzwingen. im zentrum fuer mich steht der unterpunkt b). die technologische Souveränität und Unabhängigkeit. weil sie die grundbedingungen dafuer sind, dass wir ein kommunikationssystem entlang unserer vorstellungen und unseres bedarfs realisieren koennen. sonst sind wir der externen definitionsmacht unterworfen.

das bestehende system ist hochgradig zentralisiert. diese struktur finden wir in allen laendern des planeten. dies ruht auf der ideologie von eliten, die die allgemeinheit als ihre sklaven organisieren wollen. zentrale strukturen sind ausschliesslich aus den kontrollinteressen herleitbar. nicht aus den technischen fragestellungen und aufgaben. und zentralisierte strukturen sind massiv labil und leicht zu missbrauchen.

das bestehende system ist hochgradig kapitalistisch orientiert. auch dies finden wir ueberall auf dem planeten. und wir finden auch ueberall die massnahmen, die lebensaeusserungen der menschen in allen verzweigungen zu kapitalisieren. die allgemeinheit der menschen sind nicht selbst bestimmte akteure, sondern objekte, die anderen interessen zu gehorchen haben.

das bestehende system ist hochgradig monopolisiert. auch dies finden wir ueberall auf dem planeten. der ausschluss der allgemeinheit aus dem wissenzugang der realen datenbasis und aus den entscheidungsprozessen sind immer notwendige methoden, um elitaere und privat-egoistische strukturen zu erhalten und auszubauen.

aber wir koennen noch konkreter werden. nicht mal die minimalste funktionsmenge eines kommunikationssystems existiert. freie web-server, freie mail- und maillistenserver gibt es nicht. die anbindung an das internet ist katastrophal und in vielen regionen nicht vorhanden. die parallelstruktur von im prinzip gleichen digitalen transportsystemen wird aufrecht erhalten. das kommunikationssystem orientiert sich im wesentlichen an den reaktionaeren, unidirektionalen "broadcast" systemen. das technische niveau der mitarbeiter wird bewusst niedrig gehalten und eine lokale selbstorganisation mit allen mitteln blockiert, wenn sie nicht in von oben akzeptierten und kontrollierbaren strukturen verlaeuft. durch die geldbasierten zugangsregeln wird ein gigantischer verwaltungsaufwand erzeugt, der das ganze gebilde vollstaendig durchwuchert.

3) unsere philosophischen und politischen grundlagen

die grundlagen fuer unsere ziele lassen sich kurz zusammenfassen. alle menschen sind gleichwertig, deshalb gleichberechtigt und ihre taetigeiten, also ihre zeiten, sind gleichwertig. daraus ergibt sich notwendig, dass alle gesellschaftlichen ressourcen von venezuela allen menschen gleich zur verfuegung stehen.

die gleichwertigkeit war eine der wichtigsten saeulen der franzoesischen revolution. die gleichwertigkeit steht immer im zentrum aller revolutionaeren bewegungen. aus diesem verstaendnis heraus entwickeln sie ihre kraft, ihre ueberzeugungen, ihre orientierungen.

alles, was alle benoetigen, werden wir als gesellschaftliche projekte organisieren. es macht fuer uns keinen sinn, diese bereiche der privaten oder staatlich organisierten pluenderung zu ueberlassen. eine revolutionaere transformation einer gesellschaft findet immer, wenn ueberhaupt, nur in der oekonomie statt. und nicht im theater.

das freie kommunikationssystem wird zum "Totengraeber des Kapitalismus", indem es in der nutzung die soziale selektion aufloest, sich zum instrument der lokalen selbstorganisation entwickelt, den freien austausch der akteure fuer eine neue welt ermoeglicht. unsere gegner waren immer schon hochgradig vernetzt. jetzt ist die zeit gekommen, wo wir als freie akteure unsere lebensgrundlagen selbst organisieren und uns dafuer die notwendigen instrumente und strukturen schaffen.

auch ein anderer teil unseres grundverstaendnisses ist wichtig. wir orientieren uns an den entwicklungsgesetzen der natur, die sich in den letzten 4 Milliarden jahren herausgebildet haben und ihre kraft begruenden.

a) massiv dezentral
b) massiv parallel
c) massiv redundant

diese praemissen gelten fuer uns in allen bereichen unseres tatigseins. sie sind selbst jeder kapitalistischen und elitaeren orientierung diametral entgegengesetzt. kapitalistische oekonomien erzwingen den mangel. wir schaffen den ueberfluss.

4) die freie nutzung des kommunikationssytems, ein allgemeines recht

das kommunikationssystem ist unser wichtigstes instrument fuer die entwicklung in venezuela, in lateinamerika und auf dem gesamten planeten. es ermoeglicht uns den zugang zum wissen der menschheit, den austausch von ideen und visionen, von theorien und methoden, von erfahrungen und initiativen. damit reduzieren wir oertliche und zeitliche trennungen.

jede form sozialer und geografischer selektion loesen wir auf, weil wir uns der verantwortung fuer das gemeiname verpflichten. nur die individuelle entscheidung, auf einen freien zugang zu verzichten, erkennen wir an. daraus folgt notwendig, dass der zugang zum kommunikationssystem frei und kostenlos an jedem punkt in venezuela zur verfuegung stehen muss, wenn dies gewuenscht wird.

nur, ein anschluss im haus allein nuetzt nichts. wir koennen nicht hineinsehen und nicht hineinhoeren. wir sehen und hoeren etwas, aber nicht das, was wir wollen. wir brauchen endgeraete, die aus den signalen optische und akkustische strukturen erzeugen, die fuer unsere sinnesorgane wahrnehmbar sind. deswegen muessen auch diese endgeraete frei und kostenlos zur verfuegung stehen.

fuer alle kapitalistisch orientierten eliten ein horror. fuer uns selbstverstaendlich. das hat mit unserer sozialistischen orientierung zu tun. als sozialisten fuehlen wir uns der allgemeinheit verpflichtet, dem Buen Vivir fuer alle, ohne individuelle privilegien und vorrechten. deswegen kann ein derartiges kommunikationssystem auch nur von sozialisten entworfen und realisiert werden.

5) ein konkretes entwurfskonzept


hier geht es um technische kriterien, ruhend auf den oben genannten entwicklungsgesetzen der natur. wir knuepfen hierbei auch an unsere freunde an, die das internet initiert haben. der name ruht auf der verbindung lokaler netze. INTERconnection of local NETworks.

damit liegt die grundstruktur vor. lokalke, autonome, selbstaendig funktionierende netzwerke. jede kommune, gross oder klein, hat sein eigenes netzwerk. fuer grosse kommunen koennen wir auch sektorale unterstrukturen generieren, wenn es die topografischen und geografischen bedingungen nahelegen.

und was ist ein netzwerk? die verbindung der clients, der nutzer untereinander und mit einer serverinstanz. wir muessen die transportwege nicht notwendig ueber einen server fuehren. bei telefongespraechen konnen wir es direkt organisieren. erst wenn wir nach aussen gehen oder daten von aussen annehmen, brauchen wir eine uebergangsstelle, das Gateway, das tor.

und die aufgaben des netzes? der transport von digitalen und digitalisierten informationen. texte sind immer digital. auch bilder und bildsequenzen, zumindest heute. audiodaten sind digitalisierte akkustische schwingungen. alle digitalen informationen transportieren wir ueber dieses netzwerk, so dass sie an jedem punkt im netzwerk zur verfuegung stehen.

fuer koordinationsaufgaben zwischen den nutzerknoten verwenden wir die serverinstanz. wenn notwendig und sinnvoll. die konkrete aufgabenliste ist nicht absolot, weil sich alle systeme, die eine derartige koordination erfordern, im umfeld zentralisierter strukturen und instanzen entwickelt haben. wie wir diese anwendungen in zukunft gestalten, ist voellig offen.

zu diesem netzwerk gesellt sich auf dem weg nach aussen der router. er ist teil des lokalen netzes in der sphaere der verbindungsebene. also dem internet. dieses netzwerk entsteht durch nachbarschaftliche verbindung der routerknoten der lokalen netzwerke. so entsteht zwangslaeufig ein maschennetz. die stabilste form von netzwerktopologien. wie spinnennetze, haengematten, gewebte textilien, unsere ganzen zellstrukturen im koerper usw. jeder knoten verbindet sich mit seinen nachbarknoten. die distanzen sind unwichtig und deren praktikable ueberwindung nur von unseren faehigkeiten abhaengig.

nun zum routing. wenn wir groessere distanzen in regionen ueberwinden muessen, dann fuehrt das zu einer groesseren kaskade von lokalen knoten. da wir pakete uebertragen und eine kleine fehlerrate anstreben, muessen wir an jedem knotenpunkt das paket auf fehlerfreiheit ueberpruefen. also warten, bis so langsam alle bits eingetroepfelt sind. so entstehen verzoegerungszeiten. die transportgeschwindigkeit elektrischer, optischer oder elktromagnetischer uebertragungsverfahren stellt keine begrenzung dar. diese liegt in den modulationsverfahren und der paketueberpruefung.

2 verfahren bieten sich an. eine ebene regionaler verbindungsknoten, um die knotensumme zu reduzieren. oder eine direkte kopplung in den lokalen knoten fuer regionale transporte. eine Bypassfunktion. das regionale verbindungsnetz muss nicht notwendig physikalisch getrennt sein, sondern kann in einem virtuellen kanal stattfinden, der den lokalen transportwegen ueberlagert wird.

die heutige grundproblematik im routing ist die fehlende zuordnung der geografischen position auf dem planeten zur IP-adresse. hier hat sich ein unglaublicher schwachsinn ausgebreitet. aber wir loesen ihn auf einfache weise dadurch auf, dass wir die IP-adressen der lokalen server global statisch ueber die geografische position definieren. das heisst, wir schaffen ein neues Internet Paket Protokoll. damit ist jeder router sofort in der lage, auf hardwarebasis aus seiner eigenen position und der zieladresse des pakets den weg zu bestimmen. das geht dann in micro- oder nanosekunden. und wir tun dies, waehrend langsam die bits eintroepfeln.

6) der aufbau lokaler und regionaler technischer infrastrukturen

immer, wenn wir gestaltend wirken wollen, stellt sich die frage der technischen infrastrukturen. also jener instrumente, die wir benoetigen, um wissen und verstaendnis uns zu erarbeiten und die materiellen substrate zu erzeugen. dabei ist es egal, um welche aufgabe es sich hierbei handelt. wenn wir uns das kommunikationssystem vornehmen und das ziel formulieren, selbstaendig und unabhaengig zu sein, und nicht wie CANTV in den supermarkt zu rennen, dann benoetigen wir jene umgebungen, um die komponenten fuer diese systeme zu entwickeln, zu konstruieren und herstellen zu koennen. auf der strasse geht dies nicht. damit haben wir dann sofort alles in der hand, was uns heute das leben so schwer macht. die buerokratischen staatsinstanzen und bildungsinstitutionen, die buerokratischen und meist unfaehigen universitaten und schulen, die regionalen und kommunalen blockaden durch staatliche behoerden, das interesse an privatorganisierter okkupation gesellschaftlicher ressourcen, den individuellen und gruppen-egoismus, das streben nach individuellen privilegien und vorrechten.

so bleibt es nicht aus, dass wir hier revolutionaer agieren muessen. die blockaden zerstoeren, die separierung in private dominanzraeume bei nutzung gesellschaftlicher ressourcen durchbrechen, buerokratische und administrative sonderansprueche aufloesen. wir haben ein klares prinzip. alle gesellschaftlichen ressourcen stehen allen gleichberechtigt zur nutzung zur verfuegung. im vordergrund steht immer die gemeinschaft, weil wir als einzelne die gemeinschaft benoetigen. das sind klare, auf rationalitaet ruhende praemissen und hat nur wenig mit moral zu tun.

wir sind sozialisten und marxisten und keine unmuendigen kirchgaenger und trottels, die irgend einem dummen geschwaetz hinterherrennen. wir sind gnadenlos radikal der wahrheit verpflichtet und damit, wie karl Marx, auch Sokratianer. und wir stehen deutlich zu Paulo Freire mit seiner grundaussage: "das Leben stellt uns die Fragen". und so handeln wir auch. wir konstruieren keine virtuellen raeume, keine theaterinszenierungen. sondern wir stellen uns den aufgaben, die uns das Leben stellt.

und was sind die technischen infrastrukturen? wie in unserem koerper stehen im vordergrund die transportsysteme. materiell und immateriell. materiell, unserem blutkreislauf vergleichbar zum transport materieller substanzen fuer den energiehaushalt. immateriell, unserem nervensystem vergleichbar zum transport von informationen, das kommunikationssystem. schauen wir in den koerper, dann finden wir da keine mautstellen, wo die organe und muskeln fuer den transport bezahlen muessen. einen derartigen unsinn denken sich nur elitaer und parasitaer strukturierte menschen aus. wir betrachten unsere transportsysteme als gesellschaftliche grundstrukturen, um die lokalen akteure in ihren taetigkeiten zu unterstuetzen.

hier tut sich ein scheinbarer widerspruch auf, wenn wir sagen, wir brauchen das kommunikationssystem, um es zu erschaffen. das sieht dann nach der philosophischen fragestellung aus, was war zuerst. das huhn oder das ei. weder noch, weil alles evolutionaere prozesse sind und die entwicklung des einen die entwicklung des anderen foerdert. selbst ein schlechtes kommunikationssystem kann dazu genutzt werden, ein gutes entstehen zu lassen.

im maschinenbau und der messtechnik haben wir das gleiche problem. wir brauchen maschinen zum bau von maschinen und messtechnische systeme zu derer ueberpruefung und fehlerkontrolle. und selbst zur entwicklung und dem bau messtechnischer systeme brauchen wir maschinen und messtechnische systeme.

daraus wird auch die spiralstruktur deutlich. mit erlangung theoretischer faehigkeiten und praktischer methoden entwickeln wir sie selbst weiter. das entscheidende dabei ist nicht, nur auf schnelle ergebnisse zu schielen, sondern den entwicklungsprozess selbst zum gegenstand der entwicklung zu machen. dies gelingt uns nur deshalb, weil die technischen infrastrukturen fuer uns selbst gegenstand unserer anstrengungen sind, waehrend CANTV ausschliesslich an geldstroemen interessiert ist und es deshalb ihnen egal ist, woher die komponenten kommen und welche struktur und qualitaet sie besitzen.

es gibt aber auch deutliche grenzen. z.b. die halbleiterherstellung. dadurch sind wir auf externe definitionen und extern vorgegebene handlungsraeume zurueckgeworfen. hier setzen wir mehr auf internationale kooperation mit den uns befreundeten laendern, bis wir aus der kooperation heraus auch selbst aktiver traeger der kooperation werden koennen.

ganz anders die momentan herrschende verirrung mit patent- und lizenzrechten. wissen ist immer welterbe fuer uns. jedes wissen von uns ruht auf dem wissen unserer zeitgenossen und vorfahren. daraus wird verstaendlich, dass wir kein patent- und lizenzrecht, von wem auch immer, akzeptieren. aber wir gehen auch weiter. wir stellen grundsaetzñich auch unsere erkenntnisse und methoden, egal ob sie jemand braucht oder nicht, frei zur verfuegung. wir wollen, dass alle menschen auf dem planeten, wenn sie es als nuetzlich empfinden, unsere ergebnisse nutzen koennen. so wie wir umgekehrt dies aehnlich tun. unser prinzip kurz gefasst: global denken, lokal handeln.

7) die entfaltung lokaler technischer und organisatorischer faehigkeiten

"wir wachsen mit unseren aufgaben, solange sie uns nicht erdruecken". auch wieder ein alter satz, von dem wir nicht wissen, aus welchem sprachraum er kommt. sei's drum. es ist und wird unser prinzip. mit unseren projekten entfalten wir unsere faehigkeiten, entwickeln unser bewusstsein ueber die bedingungen und moeglichkeiten. wir brechen die in uns liegenden selbstbeschraenkungen, oeffnen unsere denkraeume, ueberwinden jede tradierte form des dogmatismus.

alle menschen tragen in sich das potential, wissend und verstehend zu sein und zu werden. indem wir die raeume zur selbstentfaltung oeffnen, ueberwinden wir die sozialen selektionen und ausgrenzungen, ueber die sich die parasitaeren eliten reproduzieren. wir alle sind wie bluetenknospen, in denen bereits alles enthalten ist, was wir brauchen. und indem wir allen diesen knospen die gleichen entwicklungsmoeglich- keiten eroeffnen, koennen sie sich auf ihre weise, entsprechend ihrem wesen, entfalten.

unser tun ruht auf der kooperation solidarischer akteure. wir ueberwinden den indoktri- nierten egoismus gewissermassen im selbstlauf, weil unsere ziele uns verbinden und unseren blick in die zukunft richten. die angst vor existenziellen bruechen kann sich so aufloesen, weil die menschen die erfahrung machen, dass egal was passiert, die ge- meinschaft sie tragen kann. so tragen die starken dazu bei, dass alle stark werden koennen.

Willi Uebelherr, Mérida/Venezuela,
wube@gmx.net
63 jahre, ingenieur fuer technische informatik, aktivist in REDES Comunales Merida


REDES Comunales Merida
www.redescomunalesmerida.wordpress.com
redescomunalesmerida@gmail.com

Eine citigroup studie aus den jahren 2005/6 zur "Plutonomy". etwas, um auf den boden der realitaet anzukommen, auch wenn die citigroup in ihrer alten form nicht mehr existiert, ganz unten die links zu den pdf-files:
www.pissedoffwoman.wordpress.com/2012/04/12/the-plutonomy-reports-download

 


VON: WILI ÜBELHERR






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