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09.11.13
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von Widerstandskomitees von Chalkidiki und Thessaloniki

Solidarität mit den Protesten gegen den Goldminenabbau in Chalkidki, Nordgriech- enland

Am Freitag zwischen 10:00 und 12:00 Uhr besetzten griechische und deutsche Akti- vistinnen das griechische Konsulat in Düsseldorf. Die Aktion ist Teil des weltweiten Aktionstags am 9. November gegen den Goldminenabbau in Chalkidiki in Nordgriechenland.

Die AktivistInnen überlieferten dem Konsulat eine Solidaritätserklärung mit der Forderung sie an die griechische Presse weiterzuleiten. Ausgestattet mit Transparenten und lauten Sprechchören erklärten sie ihre Solidarität mit den sozialen Bewegungen in Griechenland die sich gegen das Diktat der Troika richten. Eine Politik die vor allem von der deutschen Regierung mitbestimmt wird. Insbesondere gilt die Solidaritätsaktion der Bewegung gegen die Goldminen die von einer immensen staatlichen Repression betroffen ist.

Chalkidiki ist eine Halbinsel im griechischen Norden und befindet sich schon seit langem im Widerstand gegen die neuen Goldminenpläne des Kanadischen Investors „Eldorado Gold“ und dem neuen Fast-Track-Investment-Gesetz. Das im Rahmen der kapitalfreund- lichen Krisenverwaltung eingeführte Gesetz soll primär Investitionen multinationaler Konzerne erleichtern.

Laut dem Internetblog des Netzwerks S.O.S. Chalkidiki zahlt „Eldorado Gold“ per Regierungsbeschluss keine Transaktions- oder sonstige Steuern. Vor allem aber soll das Unternehmen keine Verpflichtungen zum finanziellen Ausgleich von zu erwartenden Umweltschäden durch den Goldbau eingehen müssen.

Es ist bekannt, dass internationale Bergbaukonzerne unter den Deckmantel der Regierungen aggressive Methoden wie Erpressung, Bespitzelung und sogar Morddrohungen bei der Durchsetzung ihrer Pläne einsetzen. Außerdem werden immer wieder Gerichtsprozesse provoziert, welche die soziale Bewegungen in den finanziellen Ruin treiben sollen.

Amnesty International erwähnt in einem Bericht von 2012 mehrere brutale Übergriffe. Auch jenseits direkter aggressiver Methoden versucht der Konzern, das soziale Gefüge der BewohnerInnen der Region zu zerstören.

Laut griechischer Regierung soll die "Investition um jeden Preis geschützt werden". Die Minen in Chalkidiki sollen nicht die einzigen im Norden Griechenlands sein. Im Rahmen des Krisenprogramms und des Ausverkaufs des griechischen Staates, die mit der Verwertung jeglicher Rohstoffe einhergehen, sollen in Kilkis und in der Nähe von Alexandroupolis weitere Minen eröffnet werden.

Aber nicht nur: Im Rahmen des Troika Programms, diktiert vor allem durch die deutsche Regierung, wird sämtlicher Staatsbesitz und öffentliche Güter mittels einer Treuhandgesellschaft privatisiert. Wir wissen ganz genau, dass zwar die griechische Regierung zusammen mit Troika den Ausverkauft organisiert, aber Deutschland den Preis bestimmt. Denn nicht nur kanadische Firmen beteiligen sich an den Wettlauf um die besten Kuchenstücke.

Neben den Privatisierungen organisiert die Troika auch weiterhin die soziale Zetrümmerung in Griechenland in Form von Lohn- und Rentenkürzungen im staatlichen und privaten Sektor, Entlassungen und Firmenschließungen.

Besonders herausragend ist hierbei die Schließung des staatlichen Fernsehens ERT, welches von den Mitarbeiterinnen besetzt und in Selbstverwaltung bis zur gestrigen Räumung in Athen weiter betrieben wurde. Weiter ist die griechische Regierung verantwortlich für eine rassistischen Politik gegenüber Migrantinnen und Geflüchtete, die den Nährboden für die Aktionen der Neonazipartei Goldene Morgenröte liefert.

Wir setzten unsere Solidarität, gegen ihre Austerität und Repression!

Informationen zum Aktionstag:
saveskouries.org
http://solidaritynogold.espivblogs.net

http://de.indymedia.org/2013/11/350024.shtml

 

 


VON: WIDERSTANDSKOMITEES VON CHALKIDIKI UND THESSALONIKI






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