Tjagnibok sieht Maidan-Umsturz als Sieg der Nationalisten


Bildmontage: HF

07.01.15
InternationalesInternationales, Antifaschismus 

 

von ANDREY STENIN

Der Chef der nationalistischen Swoboda-Partei in der Ukraine, Oleg Tjagnibok, sieht den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch im Februar 2014 als einen „ideellen Sieg“ der Nationalisten.

Ihm zufolge waren die Anhänger des Nationalis- tenführers Stepan Bandera die wichtigste Kraft auf dem Kiewer Protestplatz Maidan.

Es sei „Fakt, dass der Nationalismus die Triebkraft des Maidan war“, schrieb Tjagnibok am Freitag auf 'Facebook'.
„Ohne die Bandera-Nationalisten hätte der Maidan nicht durchgehalten und das Mario- nettenregime Janukowitschs nicht besiegt.“ Ihre Unabhängigkeit habe die Ukraine „dem ideellen Sieg der Nationalisten zu verdanken“.

„Die Hauptparole des Maidan war die von Bandera:
Es lebe die Ukraine! Es leben die Helden!“,
so der Tjagnibok weiter.
„Das Heldentum der ukrainischen Krieger, die Tausenden von Freiwilligen, der Aufsch- wung des Patriotismus sind die Folgen der ‚Banderisierung’ Das ist der Sieg der Idee des ukrainischen Nationalismus im Massenbewusstsein eines bedeutenden Teils der ukraini- schen Gesellschaft.“


Euromaidan: Strassenschlachten in Kiew

Die nationalistische Swoboda-Partei ist nach der Oktober-Wahl im ukrainischen Parla- ment vertreten und mit 22 Sitzen die fünfstärkste Kraft vor der Partei Batkiwschtsch- yna der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Am 1. Januar haben mehrere tausend Anhänger der Swoboda-Partei und des „Rechten Sektors“ in Kiew einen Fackelmarsch zum 106. Geburtstag des umstrittenen Nationalistenchefs Stepan Bandera abgehalten.

http://de.sputniknews.com/politik/20150103/300497060.html


VON: ANDREY STENIN






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