Deutschland und Griechenland: Kommunismus fällt aus


Syriza

01.01.15
InternationalesInternationales, Bewegungen, Debatte 

 

von Reinhold Schramm

«Wird Syriza nach einem Wahlsieg mit „unserem Geld“ den Sozialismus einführen? Wohl kaum. Entgegen allen Ängsten wäre ihr Erfolg eine Chance für das Land.»
Vgl. Tageszeitung *

Sozialdemokratische Partei: Syriza.

Syriza ist sozialdemokratisch, so wie die bundesdeutsche 'DIE LINKE.' sozialdemo- kratisch ist, nicht mehr und auch nicht weniger.

Ein antikapitalistischer Umsturz ist in Griechenland ebensowenig wie in Spanien beabsichtigt. Die große Mehrheit der arbeitslosen Jugend wünscht sich Wohl- stand im Kapitalismus. Für eine Abkehr von diesen Illusionen, so auch in EU- Osteuropa, bedürfte es schon mehr als einen kommenden ökonomischen Zusammenbruch des Finanz- und Wirtschaftssystems in der Europäischen Union.

Die bundesdeutsche SPD ist eine rechts-liberale Wirtschaftspartei und sitzt auf dem Schoss der deutschen und europäischen Finanz- und Monopolbourgeoisie. Allenfalls ist die SPD, so wie ihre europäischen Partner- und Volksverkaufsorganisationen:
die „Sozialpartner“ und deren analoge kapitalkonformen „Gewerkschaften“, – der euro- päischen und internationalen Großbourgeoisie, noch brauchbar für gut geschmierte Vorträge während der parlamentarischen Amtszeit (siehe nur Bundes-SPD).

Eine zentrale staatliche Aufgabe der sozialdemokratischen Syriza, falls sie überhaupt eine Mehrheit der vom US-CIA-EU-BND-Kapital manipulierten Wahlstimmen erhält, wäre die Rückführung und Beschlagnahme der großen Raubvermögen. Hierfür müssten sie aber den griechischen NATO- und Staatsapparat nachhaltig ausmisten. Ohne den Ein- satz von notwendigen Volks- und Gewaltmitteln dürfte dies nicht möglich sein.

Kommentar von @ SASCHA:
Wer denkt, die SPD ist Sozialdemokratisch, der denkt die linken sind Kommu- nisten, die CDU vertritt christliche Werte, die FDP tritt für die Bürger an, die AfD ist eine libertäre Partei. Was mal war ist schon lange nicht mehr. Vor allem unter Gerhard Schröder oder Sigmar Gabriel.

Antwort:
Die SPD-Führung hatte bereits 1914 ihre (damalige) historische Zielsetzung aufgegeben. In den 1920ern erfolgte das offene Bekenntnis zum Monopolkapitalismus. Der Verweige- rung des antifaschistischen Kampfes folgte die friedliche Machtübergabe an die NSDAP. Nur eine Minderheit beteiligte sich am Antifaschismus.

Die SPD und ihre Gewerkschaften:
Sie haben die zentrale Aufgabe, die werktätige Bevölkerung ideologisch in das kapitalistische System, – in die “Soziale Marktwirtschaft“ der deutschen und europäischen Finanz- und Quandtschen Monopolbourgeoisie –, einzubinden.
[Hierbei ist die SPD heute auch international sehr erfolgreich. So auch in Zusammen- arbeit – bei der Transformation – mit der antikommunistischen Konvergenz- und Regierungspartei Chinas.]

Info.-Empfehlung: Sebastian Haffner: Der Verrat. 1918/1919 – als Deutschland wurde, wie es ist. Verlag 1900 Berlin.

Aus den Leser-Kommentaren von @ ARCY SHTOINK:
{...} Dass sich die SPD 1918 nicht Lenin/Stalin und dem aufkeimenden Stali- nismus anschlossen sondern per Ausrufung der Republik den Grundstein für die Weimarer Demokratie legten können bis heute noch nicht viele ewig gestrige Pseudolinke nachvollziehen. {...}

{...} Es hat schon einmal in der Weimar Republik, dazu geführt das Faschisten und Kommunisten sich gemeinsam gegen die Demokratie verbündet haben. (A.S., vgl.)

Antwort:
{...} Die von Ihnen behauptete “Demokratie“ hat es in der Weimarer Republik nicht gegeben. Allenfalls in der kapital-treuen deutschen akademischen Beam- ten- und Geschichtsphilosophie der bundesdeutschen Geschichtsfälschung.

Wenn Sie (Kapital-)Faschisten als Nachbarn haben, dann schmeißen Sie diese Faschis- ten auch nicht die Treppe runter. Wenn Sie am Arbeitsplatz Faschisten haben, dann können Sie sich den Partner im Arbeitskampf (z. B. auch der Berliner Verkehrsbetriebe vor 1933) nicht aussuchen. Sie müssten bemüht sein, diese (faschistischen) Kollegen und Mitarbeiter/innen politisch zu überzeugen, auch im (täglichen) Arbeits- und Lohn- kampf.

Sie wissen sehr wohl, trotz ihrer antikommunistischen Grundeinstellung, dass die deutschen Kommunisten die größten Opfer im antifaschistischen Kampf erbrachten.

Auch hierfür, für ihren antifaschistischen Widerstand und ihre (persönlichen) Menschenopfer – vor 1933, nach 1933 bis 1945, wurde die KPD 1956 von der Bundesregierung und Parlamentsmehrheit, unter aktiver Mitwirkung von Gehlens Staatssicherheit (BRD-Stasi) verboten.

Auch erfolgten weiterhin, vor und nach 1989/90, politische Berufsverbote gegen Antifaschisten, bürgerliche Demokraten und Kommunisten.

Entgegnung von @ DHIMITRY:
„Und was bedeutet das heute? Querfront?“

Antwort:
{...} Die “Querfront“ verfolgt eine neo-faschistische Zielsetzung. Sie dient der gesellschaftspolitischen Einbindung und Stabilisierung der bestehenden kapi- talistischen Gesellschaftsordnung. Sie befindet sich in politischer Überein- stimmung mit der Aufgabenstellung der BRD-BND-BfV-(BStU)-Stasi.
[Eine Modifikation, vgl.]

* Vgl. Kommentare, Tageszeitung, taz.de am 30.12.2014. - Neuwahl in Griechenland. Kommunismus fällt aus.

www.taz.de/Kommentar-Neuwahl-in-Griechenland/!151974


VON: REINHOLD SCHRAMM






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