Sami Kurteshi „– Gegen das Elend der Arbeiter in Kosova-„

20.01.18
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Übersetzt von Max Brym

Gestern, auf der Straße “Muharrem Fejza”, in Prishtina im Gebiet „Lagjen Mati 1“wurde ein Arbeiter der Firma „Pastrimi“, von mehreren Personen geschlagen und verletzt. Er verlangte nur freie Durchfahrt, um Müll zu entsorgen. Die Müllentsorgung ist in Prishtina immer noch ein ziemliches Problem Die herumstehenden Passanten kamen dem Arbeiter nicht zu Hilfe. Offensichtlich ist dies ein Ausdruck zunehmender Verrohung. Letzteres ist keine individuell entstandene Charaktereigenschaft, sondern Ausdruck der zutiefst verankerten kapitalistischen Strukturen. Ein Arbeiter wird extrem ausgebeutet, erniedrigt und kann im daraufhin folgendem Bewusstsein geschlagen werden. Der Abgeordnete von VV (Bewegung für Selbstbestimmung) VV Sami Kurteshi schreibt dazu u.a. auf Facebook: „ Ein wehrloser Arbeiter wird geschlagen und niemand reagiert. Dies ist als ob ein Chirurg die nötige Operation ablehnt. Oder ein Lehrer einem am Boden liegenden Schüler nicht zur Hilfe kommt. Aber ist Gewalt und Elend hängen zusammen. Im vergangenen Jahr starben 13 Arbeiter am Arbeitsplatz. Es gab über 50 schwere Verletzungen am Arbeitsplatz. Die Vorschriften zur Arbeitssicherheit werden ignoriert. Dies gilt besonders im privatisierten Sektor. Die Arbeiter werden als Mittel behandelt um maximale Profite zu erzielen. Die Arbeiter sind für die privaten Investoren keine Menschen. Das Arbeitsgesetz gilt nicht. Es fehlen Tarifverträge, ergo grundlegende Menschenrechte. Rund 61,3% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren arbeiten ohne Arbeitsvertrag. Dafür ist in unserem geliebten Kosova, die Zahl der Minister und stellvertretenden Minister fast dreimal so hoch ist wie die Zahl der Arbeitsaufsichtsbeamten. Die Vorgänge sind nicht überraschend.

Die Lëvizja VETËVENDOSJE! VV sollte keine Mühen scheuen, um die Zahl der Arbeitsaufsichtsbeamten zu erhöhen; wir müssen alle Anstrengungen unternehmen, um sicherzustellen, dass alle Arbeitnehmer regelmäßig langfristige Verträge haben. Es geht um Unterstützung, Motivation, sowie um die Durchsetzung des Rechtes echte Gewerkschaften zu gründen.- Gewährleistung von Löhnen und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen durch Tarifverhandlungen- es müssen Beiträge gezahlt werden, für eine einzuführende Krankenversicherung. Die Arbeiter benötigen elementare Rechte. Nur dann wird der angegriffene Arbeiter nicht allein in dem verzweifelten Elend bleiben. Wir kämpfen gegen das System welches von den momentan Herrschenden geschaffen wurde. Nur die gesetzliche Garantien und soziale Solidarität unter den Arbeitern wird die Täter vor eine entkriminalisierte Rechtsprechung bringen.“

Übersetzung Max Brym







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